interaktiv

Freiwilligendienst im Ausland

Bewerbungswahnsinn - Teil 2

Autor:
Anna

Rubrik:
orientieren

05.11.2018

Nachdem ich eine Stelle für einen Europäischen Freiwilligendienst in Frankreich gefunden hatte, schlug ich mich durch sämtliche Abiturprüfungen und fuhr anschließend mit drei Freundinnen an die Mecklenburgische Seenplatte.
Doch während wir uns dort entspannten, Brettspiele spielten, gemeinsam kochten und badeten, kam die Hiobsbotschaft: Erasmus+ hatte das Projekt, in dem ich meinen Freiwilligendienst absolvieren wollte, nicht bewilligt. Von heute auf morgen und ohne jegliche Vorwarnung saß ich also zwei Monate vor dem geplanten Beginn des Freiwilligendienstes ohne Stelle da!
Ich versuchte mit aller Kraft, mir nicht den Urlaub vermiesen zu lassen. Sobald ich aber daheim ankam, stürzte ich mich wieder in den Bewerbungswahnsinn: Weil nahezu alle Bewerbungsfristen schon seit vielen Monaten abgelaufen waren, hatte ich nicht viel Hoffnung.
Trotzdem rief ich sämtliche Freiwilligendienstanbieter in Frankreich an, ließ mich von meiner örtlichen Agentur für Arbeit beraten, sprach mit der Studienberatung und bewarb mich auf FSJ-Stellen in meiner Heimatstadt.
Auch meine ursprüngliche Aufnahmeorganisation wollte mir helfen – und war erfolgreich! In einem Sozialzentrum in der Nähe hatte ein Freiwilliger kurzfristig abgesagt und ich durfte mich dort bewerben. So verschickte ich zum gefühlt fünfhundertsten Mal meinen Lebenslauf und ein Anschreiben – und wurde sofort genommen. Nach diesem Erlebnis war ich einfach nur erleichtert, dass doch noch alles gut gegangen ist.
Es bleibt die Erkenntnis, dass eine Bewerbung für den Europäischen Freiwilligendienst so einige Schwierigkeiten mit sich bringen kann – wobei ich vielleicht auch einfach Pech hatte. Ich hoffe, der Aufwand lohnt sich.

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