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Mein Freiwilliges Jahr

Ein aufregendes Frühjahr

Eigentlich sollte diese Woche das vierte Seminar des FÖJ’s sattfinden. Doch auf Grund des Coronavirus wurde es, so wie viele Veranstaltungen auch, abgesagt. Ich kenne niemanden, der nicht einer Veranstaltung nachtrauert, die er dieses Jahr gerne besucht hätte. Schließlich wollten auch wir zwei FÖJ’ler dieses Jahr zu Ostern nach Frankreich fahren, woraus natürlich nichts wird.
Da meine Einsatzstelle direkt an der tschechischen Grenze liegt, war es für mich sehr praktisch dort tanken zu gehen, doch auch darauf muss ich nun verzichten. Am Tag vor der Grenzschließung war gefühlt das ganze Vogtland noch einmal in der Tschechei tanken und so wie sich die Leute in Deutschland auf Klopapier und Nudeln stürzen, so kauften sie dort die Regale mit den Zigaretten leer.
Da die Seminare unter Arbeitszeit fallen müssen wir die Woche in unseren Einsatzstellen verbringen, sofern diese nicht von dem Virus betroffen sind und weiterhin geöffnet bleiben können. Zum Glück trifft das auf unsere Einsatzstelle zu. Schließlich wollen immer noch alle Tiere versorgt werden. Dank des guten Wetters haben wir endlich Zeit sämtliche liegengebliebene Arbeiten zu verrichten, die während der Regenzeit einfach nicht erledigt werden konnten. Die Bäume mussten ausgeschnitten werden und unsere Aufgabe war es dabei, die Zweige einzusammeln. Dickeres Holz wurde zersägt und aufgeschichtet, so dass es im Winter zum Heizen dienen kann.
Außerdem lernen wir gerade, das Lasso zu werfen. Schließlich gehört auch das dazu, wenn man zu Pferd mit Rindern arbeitet. Noch üben wir an einem Holzbock, doch früher oder später werden wir auf die echten Kälber losgelassen, was wahrscheinlich ziemlich lustig wird.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 23, 2020

Mein Freiwilliges Jahr

Pfannkuchen mit Senf

Wenn man uns FÖJ’ler fragt, warum wir ein Freiwilliges Jahr machen, antworten wir meistens, dass es eine gute Möglichkeit sei, um Erfahrungen und Erlebnisse zu sammeln. Schließlich zählen wir für ein Jahr zu den Mitarbeitern unserer Einsatzstelle und bekommen somit einen guten Einblick in diesen Betrieb. Besonders in meiner Einsatzstelle gehören wir FÖJ’ler beinahe zur Familie. Wenn etwas Schönes geschehen ist, so freuen wir uns alle miteinander und passiert etwas Unschönes, sind wir gemeinsam traurig. Denn leider gehören auch weniger gute Erlebnisse zu einem solchen Jahr dazu, wie wir letzte Woche lernen mussten. Einem Pferd ging es zu Beginn der Woche sehr schlecht, sodass wir abends sogar nach Arbeitsschluss noch freiwillig geblieben sind, um zu sehen, ob die Tierärztin helfen kann. Doch nach vier Tagen des Hoffens mussten wir einsehen, dass dem Pferd nicht mehr geholfen werden kann. Gleichzeitig können wir jedoch dankbar sein für die neuen Erfahrungen die wir sammeln konnten, denn so ein Tierarztbesucht ist immer ziemlich spannend und lehrreich.
Nicht nur der Tierarzt besuchte uns in dieser Woche, sondern auch die Leiterin des FÖJ’s, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist. Da es bei uns keinen Grund zur Beschwerde gab, war es ein recht entspannter Besuch.
Zum Ende der Woche durften wir noch an einem jährlichen Ereignis dieses Dorfes teilhaben. Zur Faschingszeit findet hier im Schützenverein das sogenannte Pfannenkuchenschießen statt. Dabei darf man für einen kleinen Einsatz fünfmal mit dem Bogen oder dem Luftgewehr schießen und für einen Treffer erhält man einen Pfannenkuchen, der mit etwas Glück mit Marmelade und nicht mit Senf gefüllt ist. Da wir sowieso schon Freude am Bogenschießen haben und uns des Öfteren an den Strohballen auf dem Hof geübt haben, ließen wir uns dieses Ereignis natürlich nicht entgehen. So konnten wir diese erlebnisreiche Woche mit leckeren Pfannenkuchen abschließen.

Mein Freiwilliges Jahr

Sturm

Auch wenn es bei uns im Winter nicht all zu viel zu tun gibt in der Einsatzstelle sorgt das Wetter für Abwechslung und Arbeit.
Natürlich blieben auch wir nicht vor dem Sturm verschont, der kürzlich in ganz Deutschland wütete. Zum Glück gibt es bei uns keine Schäden zu verzeichnen und so gab es für uns nur Einschränkungen während der Arbeit. Das Frühstück wurde etwas nach hinten verlegt, so dass wir so schnell wie möglich mit der Stallarbeit fertig werden konnten. Schließlich stehen auch die Pferde bei so einem Unwetter lieber im trockenem und warmen, als auf freiem Felde. Auch wir lernten das warme Haus und die Möglichkeit drinnen zu sitzen zu schätzen, nachdem wir draußen bei Regen und Sturm waren. Der Vorteil des Wetters war, dass wir nur das nötigste erledigen mussten und den Rest des Tages gemeinsam mit Gesellschaftsspielen verbringen konnten, was jedem viel Spaß machte. Innerhalb der Sturmtage hatten wir jede mögliche Wettersituation, von Schneesturm bis zu blauem Himmel und Sonnenschein, weshalb wir viele Entscheidungen über die zu erledigende Arbeit sehr spontan treffen mussten.
Ansonsten lerne ich es soeben sehr zu schätzen einmal absolut nichts mit Prüfungsstress zu tun zu haben, im Gegensatz zu vielen Freunden, die nun ihre erste Prüfungsphase im Studium haben. Der Gedanke, dass es mir in einem Jahr genauso gehen wird ist doch etwas abschreckend. Aber es lässt sich nicht vermeiden und jede Prüfung geht vorüber. Momentan kann ich mich ja noch über meine Freiheit freuen und darüber, dass ich nichts lernen muss, wenn ich nach Hause komme und somit mehr Zeit für anderes habe.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Feb 19, 2020