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Mein Freiwilliges Jahr

Urlaub

Autor:
Andreas

Rubrik:
auszeit nach dem abi

23.05.2008

Urlaub ist schon was Feines. War zwar nur eine Woche, die ich jetzt hatte, aber immerhin. Insgesamt habe ich 26 Tage. Im Juni und Juli darf ich keinen Urlaub nehmen, weil unser Haus da so proppevoll ist, dass wir FSJler dringend gebraucht werden. Der restliche Urlaub wird also im August verpulvert. 

Und was macht man so im Urlaub? Nix. Absolut nix. Lange ausschlafen, spät heimkommen und dazwischen in erster Linie gammeln und mit Kumpels grillen, auf Konzerte gehen, so Sachen halt. Also im Grunde genommen das Gleiche, wie in den Schulferien als man noch Schüler war. Allerdings mit einem kleinen Unterschied: man macht das alles ohne schlechtes Gewissen, weil man sich nicht denkt: "Aaaah, ich muss ja noch die olle Chemiehausaufgabe machen" oder „Boah, wir schreiben ja nach den Ferien gleich Mathe-Klausur". Wir wissen ja alle, worauf das hinaus läuft. Nach den Ferien muss man schnell die Chemiehausaufgabe vom Kumpel abschreiben, der sie sich in der vorherigen Nacht aus dem Internet geholt hat. Und in der Mathe-Klausur hockt man drinnen und fragt sich, was zum Henker eigentlich so wichtig war und einen vom Lernen abgehalten hat. 

Umso schöner, wenn man nicht mehr lernen muss und völlig frei und unbeschwert in den Tag hineinlebt. Da freut man sich, kein Schüler mehr zu sein. Bis zu jenem unsäglichem Tag an dem man wieder um 6.30 Uhr aufstehen muss und natürlich verpennt, viel zu spät und total verschwitz in der Arbeit ankommt, nur um dann eine SMS von der kleinen Schwester zu bekommen, die „nur mal eben mitteilen wollte", dass sie gerade eben (12.37 Uhr) aufgestanden ist und im Liegestuhl liegt. Dann wünscht man sich die fröhliche Schülerzeit zurück und die Weihnachts-, Oster-, Pfingst- und Sommerferien: Das sind zusammen auf jeden Fall mehr als 26 Tage im Jahr. 

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