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Mein Freiwilliges Jahr

Die Freiwilligenvertretung

Autor:
Franziska

Rubrik:
studium

15.12.2015

Freiwillige haben die Chance, in Form einer Interessenvertretung ihre Ziele und Probleme innerhalb des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) zu formulieren und sogar bis auf Bundesebene weiterzuleiten und zu vertreten. Nachdem uns unsere FSJ-Koordinatoren von dieser Möglichkeit erzählt haben, haben sich ein paar Freiwillige zusammen getan, um sich näher damit zu befassen.Darunter auch ich, denn ich finde das Engagement in einer Interessenvertretung sehr spannend und setze mich gerne für meine Wünsche ein.

Beim ersten Treffen ging zunächst einmal um die Struktur und die Ziele unserer Interessenvertretung. Da die Forderungen, die wir aufstellen, noch nicht legitimiert sind, haben wir uns dazu entschieden, auf der nächsten Seminarfahrt eine Blockwahl stattfinden zu lassen. Dabei stellen sich alle Interessierten vor und können anschließend vom Rest der Seminargruppe in die Interessenvertretung gewählt werden. So bildet sich eine legitimierte Gruppe, die als Ansprechpartner für alle anderen Freiwilligen fungiert. Bei regelmäßigen Sitzungen mit allen Mitgliedern werden gemeinsame Ziele formuliert und an deren Durchsetzung gearbeitet. Außerdem werden zu jedem Treffen auf Landes- oder Bundesebene jeweils zwei Delegierte entsandt, die zuvor demokratisch bestimmt werden. Soweit zumindest die Theorie. Ob auch in der Praxis alles so reibungslos klappt, wird sich erst im Laufe des Jahres zeigen.

Obwohl wir als Gruppe noch nicht offiziell gewählt wurden, haben wir uns bereits erste Gedanken über Forderungen und Ziele gemacht. Einer der wichtigsten Punkte, für den wir uns einsetzen wollen, ist eine Anhebung des FSJ-Gehalts auf das Niveau der Grundsicherung. Denn trotz Wohn- und Kindergeld liegt die monatliche Summe derzeit weit unter diesem Niveau, weswegen es sich viele Jugendliche ohne elterliche Unterstützung nicht leisten können, einen Freiwilligendienst zu absolvieren. Unser zweites Ziel ist es, die Obergrenze der freien Bildungstage zu lockern. Momentan sieht ein FSJ Kultur genau fünf solcher Tage vor, obwohl es oft wesentlich mehr interessante Seminarangebote gibt.

Noch wissen wir nicht, inwiefern wir mit unseren Forderungen etwas bewegen können. Trotzdem ist die Tätigkeit in der Freiwilligenvertretung für mich jetzt schon eine sehr gute Erfahrung, die mir Spaß macht. Und selbst wenn wir es schaffen sollten, nur eine Kleinigkeit für die Freiwilligen zu verbessern, hat sich das Mitwirken schon gelohnt.

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