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Mein Freiwilliges Jahr

Kommen und Gehen: ein fliegender Wechsel

Autor:
Anni

Rubrik:
orientieren

19.04.2013

Da Amnesty International auf Basis von Freiwilligen arbeitet, verändern sich die Gesichter in der Organisation alle halbe Jahre. Ich konnte einen dieser Wechsel miterleben, da meine weltwärts-Stelle auf ein ganzes Jahr angelegt ist. Nun bin ich schon sieben Monate hier und auch mein Jahr neigt sich langsam dem Ende zu. Das wurde mir ganz bewusst, als ich vor kurzem meine Nachfolgerin bei einem Auswahlgespräch via Skype kennenlernte.

Bei meiner Entsendeorganisation, dem Internationalen Bund (IB), hatte ich mich bereits im Dezember, ein dreiviertel Jahr vor der Ausreise beworben. Auf die Stelle war ich aufmerksam geworden, als ich bei der Suche nach einem Praktikum die Internetpräsenz der weltwärts-Webseite durchsuchte. In einer Nacht- und Nebel-Aktion schrieb ich damals meine Bewerbung und hatte mich riesig gefreut, als ich kurz danach eine Einladung zu einem Kennenlernseminar erhielt.

Die Schritte danach waren zähflüssiger. Als ich Ende Februar vom IB Bescheid bekam, dass sie sich eine Zusammenarbeit mit mir vorstellen können, schickte ich rasch meinen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben an Amnesty. Einen Monat später erhielt ich die Einladung zum Vorstellungsgespräch und zwei Tage danach den Bescheid, dass ich ganz sicher angenommen war. Ich war überglücklich.

Von da an folgten andere schwierige Schritte: Ich musste das Spendengeld sammeln, da auch beim Freiwilligendienst eine gewisse Summe als Eigenbeteiligung gefordert wird. Zudem fuhr ich auf zwei Ausreiseseminare, die uns auf den Auslandsaufenthalt vorbereiten sollten. Da es für mich die zweite Ausreise nach Mexiko darstellte, hatte ich diesmal einen leichteren Start. Ich fand bereits am ersten Wochenende eine Wohnung und habe seit meiner Rückkehr viele alte Freunde getroffen. Auch an die Vollzeittätigkeit bei Amnesty habe ich mich inzwischen gewöhnt und bin sehr zufrieden mit der Arbeit.

Das Gefühl, dass es bald wieder nach Deutschland zurückgehen soll, ist da ganz seltsam, doch die nächste Generation weltwärts-Freiwilliger des Internationalen Bundes steht bereits auf der Matte und bereitet sich auf den Auslandsaufenthalt vor.

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