interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Resümee

Autor:
Andreas

Rubrik:
auszeit nach dem abi

05.02.2008

Nach 4 Monaten FSJ ist es vielleicht mal an der Zeit ein Resümee zu ziehen. Was habe ich gelernt? Was hat es mir bisher gebracht? Macht es Spaß? Hat es meine Erwartungen erfüllt?

Ja es macht mir Spaß. Sehr sogar. Es ist etwas komplett anderes als Schule. In der Schule hat man jeden Tag doch irgendwie etwas Neues. Man hat zwar immer dieselben Stunden, aber irgendwie passiert dann doch immer was anderes. Beim Arbeiten ist das schon anders. Klar läuft nicht jeder Tag genauso ab wie der vorherige, aber im Grunde ist es doch immer das Gleiche. Man fährt immer zur gleichen Zeit, trifft die gleichen Menschen in der Straßenbahn, isst jeden Tag dasselbe und die Arbeit bleibt auch immer gleich. Jeden Tag die gleichen Fragen, Anrufe und E-Mails. Selten erlebt man mal eine Überraschung oder etwas komplett Neues. Das ist zum einen ganz gut so. Man hat seinen Rhythmus, weiß was einen erwartet und erlebt selten böse Überraschungen. Man gewöhnt sich dran und lebt irgendwie so in seinem Trott.

Aber es hat auch seine Nachteile. Es passiert nichts wirklich weltbewegend Neues. Irgendwie hat man das Gefühl im Alltag und in der Routine gefangen zu sein. Es sind immer die gleichen Arbeitsschritte, immer die gleichen Antworten und immer der gleiche Tagesablauf. Ich weiß nicht, ob das immer in jeder Arbeit so ist oder ob es einfach nur daran liegt, dass es eben ein FSJ ist und ich deswegen keine besonders anspruchsvollen Dinge tun darf, aber es kann ganz schön eintönig werden. Spaß macht es trotzdem, denn obwohl alles Routine ist, macht die Routine im allgemeinen Spaß und wenn dann was Neues passiert oder was besonders lustiges freut man sich umso mehr.

Haben sich meine Erwartungen erfüllt? Schwierige Frage. Ich hatte gar nicht so viele Erwartungen ehrlich gesagt. Weil ich nicht genau wusste was mich erwartet. Ich glaube ich habe mir mehr inhaltliche Aufgaben vorgestellt. Alles was ich inhaltlich mache sind die Dachführungen. Sonst ist alles andere Büroarbeit oder Besucherbetreuung. Insofern wurden meine Erwartungen schon am ersten Tag enttäuscht. Was nicht unbedingt schlecht ist, denn eigentlich bin ich für inhaltliche Aufgaben auch gar nicht geschult. Das übernehmen dann doch lieber die promovierten Historiker.

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