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FSJ in Nicaragua

Ein Tag auf der Finca (Teil 2)

Autor:
Esther

Rubrik:
auszeit nach dem abi

22.07.2009

Vor der Finca stand auf einem weißen Banner in krakeliger roter Schrift: „Wir verkaufen Hühnchen! 21 Cordoba das Pfund!" „Ach so, hast du eine Hühnerfarm?", fragte ich. „Ja, und du wirst gleich dein erstes Hühnchen rupfen!", antwortete Ceci mir grinsend. Ich schluckte. Ein Hühnchen rupfen? Ich als Vegetarierin? Ceci musste mein erschrockenes Gesicht gesehen haben, denn rasch fügte sie hinzu: "Zuerst werde ich dir aber eine kleine Führung durch meine Finca geben."

Die Farm bestand aus einem kleinen Holzhaus, das zwei Zimmer hatte. Eines zum Schlafen, in dem anderen wurden Arbeitsgeräte aufbewahrt. In einer weiteren Hütte befand sich eine kleine Küche, mit einer Feuerstelle zum Kochen und einer Arbeitsfläche.

Von der Küche führte sie mich durch den Garten, der voller Kokospalmen, Mangobäumen, Bananenstauden und Chilibüschen war, bis wir schließlich zur Hühnerfarm gelangten. Das Gehege war groß und eingeteilt in sechs verschiedene Bereiche, in denen Hunderte von Hühnern saßen. Ganz links die klitzekleinen Gelben, und ganz rechts die fetten Weißen, die bereit zum Schlachten waren.

Meine Gastmutter packte fünf Hühner geschickt an ihren Füßen und schleppte sie hinaus. „Gehen wir! Es ist Zeit mit der Arbeit anzufangen!"

 

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