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Freiwilliges Ökologisches Jahr

Bitte wählen Sie jetzt! (Teil 2)

Nachdem ich mich für einige Projekte eingetragen hatte, folgten noch ein paar Aufgaben aus der Kategorie: „Will ich nicht unbedingt machen, aber wenn es sein muss...", die verteilt werden mussten. Beispiel gefällig? Da wäre das wöchentliche Aufräumen der Geschäftsstelle, das Überwachen und (wenn nötig) Nachbestellen der Büromaterialien, die Bestückung und Instandhaltung der Flyer-Regale in unserem Empfangsraum oder auch den Hut des Technikbeauftragten aufhaben, der bei den ganzen Scanner/Fax/PC-Wehwehchen ein sorgenvoller Ansprechpartner sein sollte.

Aber all diese Aufgaben sind, so lernte ich schnell, so unbeliebt sie auch sein mögen, essentiell für die Aufrechterhaltung des Arbeitsbetriebes. Auch deshalb teilten wir sie verantwortungsbewusst unter uns auf. Ich wurde unter anderem mit den Ressourcen Technik und Wiki-Erneuerung beauftragt. Zu Recht fragt ihr euch jetzt: „Wer oder was ist dieser/s Wiki?"

Tja, das ist nämlich eines der wichtigsten Hilfsorgane in unserem Büro. Im Grunde funktioniert es genau, wie das allseits bekannte Wikipedia, nur dass es für interne Zwecke genutzt wird und in ihm jede Menge hilfreiche Sachen stehen, zum Beispiel wie man ein Fax versendet oder welche Werbemöglichkeit am besten für dieses oder jenes Seminar geeignet ist. Ein riesiger Wissens- und Erfahrungspool, der mir schon oft nützlich war. Und in eben diesen Wiki stand nun auch schwarz auf Computerbildschirmweiß, welche Projekte ich und die anderen das Jahr über betreuen würden. Ich hatte gewählt, zwar keinen Bundestag oder Ähnliches aber die Zukunft für meine nächsten zwölf Monate!

Nähere Infos zu den Projekten: http://www.bundjugend-berlin.de/

Autor: Leon  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Nov 4, 2009
Autor: Leon
Rubrik: auszeit nach dem abi
Nov 4, 2009

FSJ in Nicaragua

Was ist DAS denn?

Die Leiterin des Clubs fragte mich eines Tages, ob ich nicht Lust hätte, zusammen mit meiner besten Freundin ein Referat zu halten. Lange überlegten wir, worüber wir sprechen wollten, bis Ruth schließlich vorschlug: „Warum halten wir kein Referat über Tampons?" Ich blickte verwundert zu ihr: "Wissen die Mädchen hier nicht, was ein Tampon ist?"

Da begann meine Freundin mir zu erzählen, dass es in Nicaragua nur in ganz wenigen Apotheken Tampons zu kaufen gibt, und auch nur dann, wenn man sie vorher bestellt. Noch mehr schockte es mich, zu hören, dass - wenn in den Schulen dieses Thema überhaupt angesprochen wird - den Kindern erzählt wird, dass der Gebrauch schlimmer ist als Sex vor der Ehe.

So war es beschlossene Sache. Am selben Nachmittag noch trafen wir uns und gestalteten Flipcharts. Als wir am Mittwoch schließlich mit unserem Vortrag begannen, hörten wir gleich von allen Seiten: „Ein Tampon? Was ist das denn? Ist das nicht so was wie ein Kondom?" Und das war noch nicht alles. Als wir ein Brainstorming durchführten, sagten die meisten Sachen wie: „Tampons dürfen nur von Frauen, die bereits ein Kind haben, benutzt werden."

Anfangs wurde unser Vortrag eher skeptisch aufgenommen. Nach und nach jedoch konnten wir sehr viele begeistern und als wir am Ende jedem Mädchen einen Tampon schenkten, wollten ihn ausnahmslos alle zu Hause ausprobieren.

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Oct 29, 2009
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
Oct 29, 2009

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Bitte wählen Sie jetzt! (Teil 1)

Nach den ersten noch recht ungewohnten Tagen an meiner Einsatzstelle wartete die erste Entscheidung auf mich - wenn man mal von der absieht, wo man im Büro sitzen möchte. Es ging daran, sich für die einzelnen Projekte einzutragen, die in Zukunft die Arbeit bestimmen würden. Noch am Vortag hatten wir Neu-FÖJler eines von ihnen hautnah miterlebt.

Wir nahmen an einer konsum- und globalisierungskritischen Stadtführung teil, die von zwei alten FÖJlern durchgeführt wurde und zu den Projekten der BUNDjugend gehört. Bei dieser Stadtführung werden die Teilnehmer über die globalen Folgen ihres Konsums aufgeklärt und gezeigt, was für Alternativen sie haben. Dabei geht es um Themen wie: „Wie viel Wasser wird bei der Produktion von einem Kilogramm Fleisch verbraucht?" oder „Wie viel Prozent des Preises für einen Sportschuh bekommt der Näher in China oder Indien?".

Noch ganz beeindruckt vom Kenntniszuwachs und den zum Teil erschreckenden Infos, die mir diese Stadtführung beschert hatte, trug ich mich sehr entschlossen für dieses Projekt ein. Auch die erneuerBAR, eine regelmäßig durchgeführte Veranstaltung der BUNDjugend, bei der an einem gemütlichen Abend zu einem bestimmten Thema referiert und diskutiert wird, landete auf meiner Präferenzliste. Die Organisation dieser Abende reizte mich genauso, wie die einer internationalen Begegnung mit weißrussischen Jugendlichen. Also machte ich auch hier mein Kreuzchen. Was es noch alles zu wählen und verteilen gab, mehr dazu in Teil 2.

Autor: Leon  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Oct 23, 2009
Autor: Leon
Rubrik: auszeit nach dem abi
Oct 23, 2009