interaktiv

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Am Ende bleibt die Unsicherheit (Teil 1 von 2)

Autor:
Leon

Rubrik:
auszeit nach dem abi

29.12.2009

Mitte November, nass-kaltes Nieselwetter umhüllt die jugendliche Seminargruppe. Die Location könnte einen cooleren Namen tragen: Pisselberg klingt nämlich nicht unbedingt anziehend und Spaß versprechend, das Wetter tut sein Übriges.

Das Gepäck wird, am Seminarhaus angekommen, auf die Zimmer gebracht, das Programm vorgestellt. Es soll sich bei der zweiten Seminarfahrt ums Thema „Erneuerbare Energien“ drehen, wobei auch die anderen Energieträger thematisiert werden. Zwei Ausflüge sind geplant, einer davon klingt äußerst vielversprechend. Nach Gorleben soll die Exkursion gehen, explizit zum Info-Zentrum des Zwischenlagerbetreibers. Denn in Gorleben (vielleicht klingelt‘s beim ein oder anderen) befindet sich das Zwischenlager für den atomaren Müll der deutschen Atomkraftwerke.

Zunächst geht es aber um andere Sachen, wie den aktuellen Strom-Mix Deutschlands, um die Frage ob 100 Prozent erneuerbare Energien möglich sind und durch was genau die Erderwärmung herbeigeführt wird.

Dann der Ausflug nach Gorleben. Nach einem kurzen Rundgang im Info-Zentrum folgt ein Vortrag eines Referenten. Er beschwört die Sicherheit der Castoren (die Behälter, in denen der atomare Müll transportiert wird) und des potentiellen Endlagers Gorleben, weiß aber auch ganz genau, wann er sich zurückhalten muss, um nicht ins Fettnäpfchen zu treten. Ein sehr professioneller Auftritt, der einen fast vergessen lässt, was bei aller Sicherheit eben doch alles schief gehen kann bei der Atomkraft.

Lest in Teil 2, wie es weiter ging in Gorleben.

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