interaktiv

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Copenhagen = NoPlanHagen

Autor:
Leon

Rubrik:
auszeit nach dem abi

20.01.2010

Tja, was willst du da noch schreiben!? Für jemanden, der tief in der Materie Klimaschutz drin ist und den Gipfel aufmerksam verfolgt hat, bleiben zwei Dinge zurück: Enttäuschung und Verständnislosigkeit. Die Rede ist natürlich vom Klimagipfel in Kopenhagen. Stattgefunden hat er im Dezember 2009, rausgekommen ist: Nichts.

Um noch einmal den Kontext zu erläutern: In Kopenhagen trafen sich die Vertreter aller Staaten, um über die Konsequenzen des vom Menschen verursachten Klimawandels zu diskutieren und klare Maßnahmen zu ergreifen. Eine Konferenz also, wenn man es mal überspitzt formuliert, die die Menschheit hätte retten können.

Natürlich war man schon vor Beginn dieser alles entscheidenden Konferenz skeptisch, ob und vor allem, was beschlossen würde. Aber immer wieder redete man sich ein, dass die Entscheidungsträger doch auch ein Interesse daran haben müssten, diesen Planeten weiter bestehen zu lassen. Die Hoffnung wurde auch immer wieder von Meldungen genährt, die verkündeten, dass Barack Obama nun doch kommen wolle und dass die USA und China CO2-Einsparungen versprachen.

Am Ende kam nichts heraus, die Politiker konnten sich nicht einigen. Zu sehr waren sie auf die eigenen Bedürfnisse ihres Landes oder ihrer Wirtschaft bedacht. Aus „HOPEnhagen“ wurde „NoPlanHagen“.

Doch nun heißt es weiterkämpfen, den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern weiter daran arbeiten und die Herausforderung Klimawandel anzunehmen. Denn auch das Scheitern von Kopenhagen bedeutet nicht das Ende der Welt – hoffentlich!

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