interaktiv

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Unberechtigtes Klischee

Autor:
Leon

Rubrik:
auszeit nach dem abi

21.04.2010

Ich bin absolut kritikfähig, in fast jeder Hinsicht. Ich kann es ab, wenn Leute anders denken als ich. Doch eine Sache kann ich nicht nachvollziehen: Warum wird man direkt abwertend als „Öko“ bezeichnet, wenn man sich bei manchen Sachen mehr Gedanken macht als andere, wie zum Beispiel beim Einkauf? Ist es denn verwerflich, an die Folgen zu denken, die manche Produkte auf unser Klima haben? Oder auf die sozialen Umstände von anderen Menschen?

Viele belächeln den positiven Fanatismus, den Menschen an den Tag legen, die sich mit dem Thema mal näher beschäftigt haben. Doch selbst sind sie entweder unwissend (schlimm) oder vollkommen uninteressiert (noch schlimmer). Zugegeben, es gibt einige „Ökos“, die radikale Thesen vertreten, welche ich auch nicht unterstützen würde. Aber ich erkenne nichts Verwerfliches daran, es schlecht zu finden, wenn ein Arbeiter in der Dritten Welt einen Hungerlohn bekommt, nur damit wir das T-Shirt für 1,99 Euro beim Textildiscounter kaufen können. Wie kann man bei diesem Preis ernsthaft glauben, dass das Kleidungsstück unter fairen Bedingungen entstanden ist?                                                                                                                  

Ich möchte hier niemanden für seine Einstellung verurteilen, keineswegs. Nur fehlt mir manchmal das Verständnis für solche Ansichten. Deswegen kann ich diesen Leuten nur empfehlen statt „Ökos“ zu belächeln, sich selbst beim Einkauf mehr Gedanken zu machen und sich zu informieren. Denn dann werden sie bemerken, dass das Engagement der „Ökos“ nicht lächerlich ist, sondern wichtig.

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