interaktiv

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Schnitzeljagd 2.0

Autor:
Leon

Rubrik:
auszeit nach dem abi

30.06.2010

Man nehme ein GPS-Gerät, eine ausgedruckte Rätsel-Vorlage und eine gehörige Portion Abenteuerlust – schon ist man Geocaching–startklar. 

Geo-was? Geocaching! Dies bedeutet so viel wie Schatzsuche in der Natur. Denn darum dreht es sich: Auf einer zentralen Homepage im Internet sind unzählige Caches (Schätze) gespeichert samt GPS-Koordinaten und Rätsel. Derjenige, der nun auf große Suche gehen will, gibt einen Ort, wie zum Beispiel Berlin, ein, und schon hat er tausende Möglichkeiten loszuziehen.

Was hat das alles mit meinem FÖJ zu tun, fragt ihr euch? Eines unserer neuen Projekte beruht genau auf diesem „Spiel“ und verknüpft so Spaß und Lernen. Wir haben bislang einen Cache versteckt, bei dessen Suche man auf verschiedenen Etappen einiges zum Thema „Kleingärten und ihre Bedeutung für das Stadtklima“ lernt. Denn Ort der Schnitzeljagd ist eine Kleingartensiedlung, die traurigerweise  für den Ausbau der Stadtautobahn A100 Platz machen muss. Dieses kleine Biotop mit vielen Tierarten, Pflanzen und auch sozialen Hintergründen soll einfach verschwinden.

Die Geocacher, die diesen Schatz heben wollen, befinden sich also nicht nur auf einer reinen Abenteuerfährte, sondern erfahren gleichzeitig interessante Fakten, die sie vorher wahrscheinlich noch nicht kannten. Anhand einer kleinen Kamera, die jeder, der auf Schatzsuche ist, mitnimmt, werden zudem die Veränderungen der Gegend im Zeitraffer festgehalten.

Wahrlich eine moderne Art, um jungen Menschen Umwelt- oder Klimaproblematiken näher zu bringen. Ein tolles Projekt, das zum Mitmachen bewegt, oder?

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