interaktiv

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Erkundung der Hauptstadt

Autor:
Leon

Rubrik:
auszeit nach dem abi

09.09.2010

Wir waren also in dem uns weitgehend unbekannten Land angekommen. Der erste augenscheinliche Unterschied war allerorts zu lesen oder, besser gesagt, eben nicht zu lesen dank der kyrillischen Schrift. Doch wir hatten ja Olesya und Vlad, unsere beiden Begleitpersonen in Minsk. Sie arbeiten für das Institut für Strahlensicherheit BELRAD, unserer Partnerorganisation vor Ort. Das Institut beschäftigt sich vor allem mit der Aufklärungsarbeit rund um Tschernobyl. Die Mitarbeiter fahren mit Kindern, die radioaktiver Strahlung ausgesetzt waren, auf Erholungsfreizeiten nach Deutschland oder Österreich. Außerdem messen sie die Radioaktivität bei Lebensmitteln, entwickeln ein Medikament, dass das Caesium in den Körpern der Betroffenen eliminieren soll und messen die Strahlenwerte der Menschen in den verstrahlten Gebieten.

Wir fuhren zunächst mit dem Bus in einen Vorort von Minsk, wo sich das Institut und unsere Herberge für die nächsten fünf Tage befanden. Nach einem kurzen „Frischmachen“ und gegenseitigen Vorstellen ging es auch schon wieder los. Eine Erkundung von Minsk stand an. Wir gingen vom Siegesplatz zu Fuß zu einem Restaurant, stärkten uns dort und tauschten uns gleich mit Vlad und Olesya aus. Danach spazierten wir gemütlich durch einen Park am Fluss und ließen den Tag langsam ausklingen. Alle waren erschöpft von der Fahrt, sodass wir schnell schlafen gingen, um frisch für den nächsten Tag zu sein.

Mein Tag war noch nicht ganz zu Ende, denn ich musste noch sämtliche Belege vom Tag sammeln und auf einer Liste vermerken, wie viel wir ausgegeben hatten. Eine Arbeit, die mich die gesamte Fahrt beschäftigen sollte – oftmals nervig, aber leider Gottes notwendig und wichtig. Genauso wie die Kalkulation des Essensbudgets, sprich wie viel Geld können wir am Tag für Lebensmittel ausgeben. Als das erledigt war, fiel auch ich ins Bett und freute mich schon auf den nächsten Tag.

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