interaktiv

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Hoffnungsschimmer

Autor:
Leon

Rubrik:
auszeit nach dem abi

24.09.2010

Manchmal gibt es so Momente, die einem unheimlich Respekt einflößen und gleichzeitig Mut machen. Menschen, die völlig selbstlos tolle Projekte anpacken und die Kraft haben, sie auch wirklich umzusetzen. So geschehen beim Projekt „Heim-statt-Tschernobyl“ in Weißrussland.

Die Initiative verfolgt den Ansatz, Familien aus dem verstrahlten Süden des Landes eine neue, nachhaltige Perspektive zu bieten. Sie holen diese Familien aus dem Süden in den Norden und bauen dort gemeinsam neue Häuser. Häuser, die aufgrund ihrer Materialien und Bauweise sehr nachhaltig sind. Angefangen hat die Gruppe damit kurz nach der Wende (1990). Mittlerweile steht ein ganzes Dorf mit über 15 Häusern. Dazu gehört auch eine Ambulanz, die aufgrund ihrer effizienten Bauweise und der modernen Ausstattung zur Besten in ganz Weißrussland gewählt wurde.

Dieses Projekt nähert diese Familien so an das völlig fremde Thema Nachhaltigkeit an und zeigt, in welche Richtung es für Belarus, also Weißrussland, gehen muss. Dass die Weißrussen allerdings ganz andere Sorgen haben, als den Müll zu sortieren oder sich gar darum zu kümmern, besonders nachhaltig zu konsumieren, wurde uns dann im Gespräch mit der Initiatorin des Projekts klar. Die grundlegenden Fragen sind ganz andere: Wie schaffe ich es morgen noch genug Geld zu haben, um die Familie zu ernähren?

Doch dieses tolle Beispiel für gelebte Nachhaltigkeit gab uns Mut und war ein großer Hoffnungsschimmer, dass es in diesem Land auch Leute und Projekte gibt, die das Problem anpacken und zukunftsorientiert arbeiten. Ein toller Abschluss dieses Tages.

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