interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Privat ins FSJ

Autor:
Esther

Rubrik:
auszeit nach dem abi

02.08.2011

Als ich in der nächsten Woche das Klassenzimmer betrat, sahen die Jugendlichen schon wesentlich interessierter aus. Während der ersten Hälfte der Stunde sprachen wir wieder über das Leben in San Carlos und sie stellten die Fragen, für die letzte Woche keine Zeit mehr gewesen war. In der zweiten Hälfte bat mich dann die Lehrerin, den Schülern zu erklären, welche Möglichkeiten es überhaupt gibt, einen Freiwilligendienst im Ausland zu machen.

Ich nannte ihnen zuerst die einschlägigen Organisationen und dann erzählte ich, wie es bei mir gewesen war. Bereits Ende der zwölften Klasse hatte ich angefangen, mich über die unterschiedlichsten Projekte zu informieren. Über den Dritte-Welt-Laden erfuhr ich beispielsweise von der Einsatzstelle in einer Behindertenwerkstatt in Oaxaca, Mexiko. Eine weitere Möglichkeit mich zu engagieren wäre in einem Straßenkinderprojekt in Ecuador gewesen, von dem mir eine Bekannte berichtete. Allerdings meinte sie, dass ich auch einfach auf eigene Faust nach Lateinamerika reisen könne, ohne mich zuvor für eine konkrete Einsatzstelle beworben zu haben. „Dort wimmelt es nur so von gemeinnützigen Projekten. Und meiner Erfahrung nach ist jede helfende Hand willkommen“, sagte sie zu mir. Irgendwie hätte das auch seinen Reiz, dachte ich. Einfach loszuziehen ohne Organisation und sich dort vor Ort dann ganz spontan einem Projekt anzuschließen!

Als dies meine Mutter hörte, war sie jedoch nicht so begeistert. „Es muss ja keine Organisation sein, aber mir wäre es schon ganz recht, wenn es wenigstens einen Ansprechpartner gäbe, für den Fall, dass dir etwas passiert.“ Und so suchte ich weiter, bis ich schließlich von Erlangens Partnerstadt San Carlos in Nicaragua erfuhr. Tja, und da hat meine Geschichte als Freiwillige im Ausland damals angefangen.

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