interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Australien — Einreisebestimmungen

Autor:
Miriam

Rubrik:
orientieren

15.06.2012

Da habe ich ein halbes Jahr gesammeltes Treibholz, Steine, Muscheln und sonstige Schätze mit mir rumgetragen, um dann zu erfahren, dass ich diese nicht nach Australien einführen darf. Teile von Pflanzen und Tieren sind nicht gestattet. Auch Nahrungsmittel sind verboten. So musste ich schweren Herzens einen Großteil meiner Sammlung wegwerfen. Im Flieger nach Australien kreuzte ich brav an, was ich noch behalten hatte und was war dann? Niemand wollte sehen, was ich dabei hatte!

Vielleicht war es aber auch ganz gut, dass ich nicht alles mitnehmen konnte, denn mein Rucksack platze auch so aus allen Nähten. Mit zwölf Kilogramm war ich gestartet, mit 21 Kilo kam ich zurück. Aber ich konnte doch meine zusammengesuchten Bücher nicht dort lassen! Mit jedem verband ich einen bestimmten Ort, eine bestimmte Stimmung.

Ein Tipp, der mir gegeben wurde und der sich bezahlt macht, ist übrigens, den Rucksack nicht umzupacken. Einmal umgeräumt, sucht man immer. Man glaubt es nicht, aber das Suchen von Dingen gehörte fast schon zum Alltag – obwohl wir ja wirklich nicht viel dabei hatten!

Mein Gepäck wollte also niemand sehen, dafür schien ich selbst umso verdächtiger zu wirken, denn als wir den Flughafen in Sydney betreten wollten, wurde ich grob zur Seite genommen und genötigt, eine Einverständniserklärung zu unterschreiben, um dann ausführlich auf Sprengstoff untersucht zu werden. Die andere Person, die untersucht wurde, war ein grimmig dreinblickender bärtiger Herr – ich sollte mir Gedanken um mein Erscheinungsbild machen…

Immerhin wollte in Australien niemand – wie bei der Ankunft in Neuseeland – unsere Schuhe auf Samen kontrollieren. Wobei so eine professionelle Schuhreinigung ja eigentlich gar nicht mal so schlecht ist!

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