interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Ein Marathon geht zu Ende

Autor:
Anni

Rubrik:
orientieren

08.04.2013

Jedes Jahr im Dezember ruft Amnesty International dazu auf, Briefe für bedrohte Personen zu schreiben oder Petitionen im Internet zu unterzeichnen. Diese Aktion wird Briefmarathon genannt und stellt eine der zahlreichen Aktionen der Organisation dar, an der auch die mexikanische Sektion teilnimmt.

Dieses Jahr konzentrierte sich die mexikanische Sektion von Ai auf sechs Fälle aus Lateinamerika, welche in dem kürzlich publizierten Bericht über die Lage der Menschenrechtsverteidiger Lateinamerikas vorgestellt wurde. Neben Mexiko arbeiteten wir zu Fällen aus Brasilien, Kuba, Guatemala, Honduras und Kolumbien, welche uber soziale Netzwerke und die Aktivisten in den Ortsgruppen publiziert wurden.

Als wir Mitte März mehr als 4.300 Unterschriften gesammelt hatten, beschlossen wir, dass es Zeit wurde, diese an die Botschaften zu überreichen. An dieser Stelle begann für mich meine Hauptaktivität. Hatte ich zuvor die Unterschriften empfangen und für die Statistik registriert, galt es nun, deren Übergabe vorzubereiten: Das heißt, ich begann Briefe über die Vorfälle und Empfehlungen von Amnesty an die jeweiligen Regierungen zu verfassen, sichtete das Unterschriftenmaterial, lud die Online-Unterschriften herunter, packte alles zusammen zu repräsentativen Päckchen, suchte die besten Fahrtrouten heraus und Freiwillige, die Zeit zum Post austragen hatten.

Zum Glück erklärte sich schnell eine Person bereit nach Lomas de Chapultepec mit dem Auto zu fahren, mit der Metro wäre das nämlich gar nicht möglich gewesen. Ich selbst übernahm das Viertel Polanco, in welchem sieben Botschaften relativ dicht beieinander lagen. fordern.

Am folgenden Tag schwang ich mich am frühen Nachmittag auf mein Rad und fuhr Richtung Polanco. Die Botschaften waren leicht zu finden und die Übergabe verlief unkompliziert. Dennoch brauchte ich mehrere Stunden, um die ganze Post auszuliefern und war am Ende des Tages total erschöpft.

Mit dem Stift in der Hand und dem Notizbuch vor der Nase schlief ich ein und erwachte erst einige Stunden später, ganz erstaunt, dass es mittlerweile Mitternacht war. So ging ich schlafen und der Brief-(boten)-Marathon ging auch für mich zu Ende.

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