interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Trampen in Deutschland

Autor:
Anni

Rubrik:
orientieren

17.10.2013

Es gibt Namen, die verwechsele ich einfach systematisch. Zum Beispiel Nils und Leon. Und das, obwohl sie noch nicht einmal ähnlich klingen! Genauso geht es mir bei den Städten Kiel und Lübeck. Das führt zu einiger Verwirrung. So wird der kleine Sohn einer Freundin manchmal zum Nils und meine Cousine zieht von Lübeck nach Kiel und eine Stunde später wieder zurück.

Wirklich unpraktisch wurde dies, als ich mir in einem Internetcafé verschiedene Mitfahrgelegenheiten nach Kiel rausschrieb, um sie kurz vor der Abfahrt zu kontaktieren. Noch vor dem Anrufen fiel mir der Fehler auf, doch es war zu spät, denn ich hatte keinen Internetzugang mehr. Also was tun? Zug fahren oder einen Trampversuch starten?

Zusammen mit einem Freund, den ich auf der Summer School kennengelernt hatte und der nach Hamburg weiter wollte, fragte ich mich zum Ortsausgang durch. Wir waren noch nicht dort angekommen, als wir bereits von einem freundlichen Fahrer aufgelsesen wurden. Ein paar Meter weiter nahm er sogar noch einen weiteren Tramper auf.

Der andere Tramper kannte zum Glück die Route sehr gut und gemeinsam überlegten wir, wie ich am besten nach Lübeck kommen könnte und welcher Rasthof am ehesten in Frage käme. Vor einer Brücke gerieten wir in einen Stau und während wir im Gänsemarsch vorwärtskrochen, fuhr ein Auto mit Lübecker Kennzeichen an uns vorbei.

Ich kurbelte das Fenster herunter und fragte den Fahrer, ob er mich nicht mitnehmen könne. Und was soll ich sagen? Ich hatte tatsächlich Glück!

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