interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Wann bin ich dran?

Autor:
Thilo

Rubrik:
orientieren

04.11.2014

Wenn man mit alten Menschen arbeitet, was ich auf der Geriatrie nun wirklich tue, so wird einem die Vergänglichkeit des Lebens wirklich bewusst. Eine Kollegin meinte jüngst, dass hier das Leben sterbe. Und das stimmt wohl auch. Die Menschen hier sind oft nicht mehr fähig, sich selbst zu versorgen. Sie brauchen Hilfe beim Ausziehen, beim Waschen, beim Toilettengang, bei der Nahrungsaufnahme und bei vielem mehr. Wenn die Demenz erst einsetzt, verlieren sie nach und nach immer mehr Fähigkeiten. Das mitzuerleben ist wirklich merkwürdig.

Schon nach ein paar Tagen im Freiwilligendienst ist mir klar geworden, dass der Tod ein ganz großer Bestandteil des Lebens ist und alles sein Ende findet. Da frage ich mich natürlich: Wann bin ich dran? Ich hoffe, nicht allzu früh. Außerdem frage ich mich, ob ich so alt werden möchte. Wie das wohl ist, wenn man die Selbstständigkeit verliert, in ständiger Angst vor Schlaganfällen und Herzinfarkten leben muss und keinen Sport mehr treiben kann?

Meine Überlegungen schließen aber auch folgende Fragen mit ein:

Ich habe für alles nur ein Leben: Mache ich das Richtige und nutze ich es voll aus?

Schaffe ich es, einen Eindruck in der Gesellschaft zu hinterlassen?

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