interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Meine Arbeit

Autor:
Thilo

Rubrik:
orientieren

28.11.2014

Es wird Zeit, dass ich euch erzähle, welche Aufgaben ich bei meinem FSJ eigentlich übernehme.

Alles hängt davon ab, ob ich eine Früh- oder eine Spätschicht habe. Die Frühschicht beginnt um 6:45 Uhr und endet um 14:45 Uhr. Sie beginnt mit dem Wecken, Waschen und Pflegen der Patienten. Außerdem müssen die Vitalzeichen kontrolliert werden (Blutzucker, Blutdruck, Puls und Temperatur). Blutzucker misst man mithilfe eines Gerätes, in das ein Teststreifen gesteckt werden muss, der mit dem Blut des Patienten in Kontakt gebracht wird. Blutdruck wird durch das Anlegen und Aufpumpen einer Manschette gemessen. Man muss ganz genau darauf achten, wann es über das Stethoskop ein deutliches „Klack“ gibt und darf gleichzeitig die Nadel der analogen Anzeige nicht aus den Augen lassen. Gibt es irgendwelche Auffälligkeiten, so muss dies umgehend den Schwestern gemeldet werden, die es im Ernstfall an den Arzt weiterleiten. Anschließend geht es für die Patienten zum Frühstück und wieder zurück. Ab jetzt entfällt die Routine. Je nach Pflegebedürftigkeit der Patienten gibt es viel oder wenig zu tun. Und natürlich darf ich auch bei der Visite der Ärzte dabei sein. Nach dem Mittagessen machen viele Patienten einen Mittagsschlaf, aus dem sie mit einer Tasse Kaffee oder Tee geweckt werden.

Früh- und Spätschicht überlappen sich zwei Stunden lang. Während dieser Zeit wird die Übergabe gemacht. Unsere Station ist in drei Bereiche gegliedert. Jeder Bereich hat maximal sieben Patienten, die auf vier Zimmer verteilt sind. Bei der Übergabe werden Untersuchungsergebnisse weitergegeben, man erzählt vom Tagesverlauf, von Besserungen und Verschlechterungen, von ärztlichen Anordnungen, von neuen Patienten und von Entlassungen. Dasselbe Prozedere gibt es auch zwischen der Spätschicht und der Nachtwache, von der wir FSJler befreit sind.

Die Spätschicht unterscheidet sich kaum von der am Morgen, nur dass die Patienten hier ins Bett gebracht werden.

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