interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Zweites Wochenseminar

Autor:
Thilo

Rubrik:
orientieren

02.03.2015

Das zweite Wochenseminar meines Freiwilligendienstes fand im Blockhaus Ahlhorn statt, einer schönen Jugendherberge, die idyllisch zwischen zwei Seen, weit weg von Zivilisation und dem Stress des Alltags liegt.

Während das erste Wochenseminar sich vor allem darum drehte, einander kennenzulernen und von Erfahrungen der anderen Freiwilligen zu hören, ging es beim zweiten mehr um Inhalte. Wir sprachen über Psychosen wie Depressionen oder das Borderline-Syndrom, über Persönlichkeitsstörungen, Schizophrenie und Zwangsstörungen, unterhielten uns über Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und Therapieformen. Außerdem ergründeten wir die Ursachen für psychische Erkrankungen und man versuchte, uns dafür zu sensibilisieren, dass es sich dabei um Krankheiten wie die Grippe handelt – also um etwas, für das die Betroffenen nichts können. Man zeigte uns ein Modell, das die inneren und äußeren Bedingungen einer psychischen Erkrankung darstellte. So erkannten wir, dass die Ursachen für diese Krankheiten zum Teil von innen her rühren: Die eigene Belastbarkeit, die Erziehung und der eigene Umgang mit Problemen spielt dabei eine Rolle. Doch es hängt auch sehr viel vom jeweiligen Umfeld ab: Wie viel Stress habe ich? Wie viele Reize wirken ständig auf mich ein? Wie gehen andere Menschen mit mir um? Gelte ich als erfolgreich oder als Versager?

Um tiefere Einblicke in das Feld der psychischen Erkrankungen und ihrer Behandlung zu bekommen, fuhren wir in eine Spezialklinik in Oldenburg und sprachen mit der der dortigen Stationsleitung, die uns einen kompakten Vortrag hielt. Wir erfuhren, wie die Einweisung abläuft, welche Behandlungsmethoden angewendet werden und wie lange die Patienten in der Klinik bleiben müssen. Insgesamt war das sehr spannend!

Diesen Artikel teilen