interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Land in Sicht!

Autor:
Thilo

Rubrik:
orientieren

20.05.2015

Im Moment gibt es viel zu tun. Ich brauche nämlich eine Wohnung in Münster. Münster ist eine wahre Studentenstadt, Wohnungen sind knapp und dazu noch relativ teuer. Ich muss mich also so früh wie möglich darum kümmern – und dafür brauche ich Motivation. Neben der Arbeit im Krankenhaus bleibt nämlich gar nicht so viel Zeit. Neulich Nachmittag konnte ich aber endlich genug aufbringen, sodass ich es schaffte, immerhin das Online-Formular auf der Website des Studentenwerkes Münster auszufüllen. Damit kann man sich für verschiedene Arten des Wohnens in Studentenwohnheimen bewerben. Die Möglichkeiten erstrecken sich über das Wohnen alleine in möblierten und unmöblierten Zimmern sowie in Appartements, die in Dreierkonstellationen über einen Gemeinschaftsraum miteinander verbunden sind, sodass sich so etwas wie eine Wohngemeinschaft ergibt.

Muss es denn unbedingt ein Studentenwohnheim sein? Nein, eher im Gegenteil. Der Vorteil eines Studentenwohnheimes liegt allerdings darin, dass ich mich sehr früh bewerben kann, somit also die besten Chancen habe, dass ich zum Studienbeginn auch wirklich einen Platz zum Schlafen und Lernen habe. Der Nachteil ist, dass es sich in jedem Fall um eine Zweck-WG handeln wird, was mir weniger gefällt. Ich möchte mit Leuten zusammenleben, mit denen ich mich wirklich gut verstehe und mit denen ich etwas unternehmen kann. Ich komme immerhin aus einer Familie, in der man sich viel austauscht und auch die Mahlzeiten gemeinsam einnimmt. Es wäre sehr schön, wenn ich das fortsetzen könnte.

Das Problem an selbstorganisierten Wohngemeinschaften ist aber, dass man sich nur sehr kurzfristig darum bemühen kann. Ich muss mich also permanent über frei werdende Zimmer informieren. Bis jetzt gibt es noch nicht viele Angebote ab dem 1. Oktober. Ich befürchte, das wird noch ein, zwei Monate dauern. Mein Vorteil ist aber, dass ich viel früher als viele andere weiß, dass ich zum Wintersemester auch wirklich studieren kann. Und: So schnell gebe ich die Hoffnung nicht auf.

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