interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Noch zwei Wochen

Autor:
Katha

Rubrik:
orientieren

28.08.2015

Jetzt ist es kaum mehr ein halber Monat, den ich hier noch verbringen werde. Eigentlich müsste ich also todtraurig sein, dass ich mein Zuhause im Elsass ziemlich bald wieder verlassen muss. Immerhin habe ich fast ein ganzes Jahr mit diesen Leuten in dieser Region gewohnt, mich an sie gewöhnt und sie zu schätzen gelernt.

Gleichzeitig habe ich aber bei dem Gedanken daran, wie ich mein ganzes Gepäck in meinem kleinen Golf unterbringen soll, bereits damit angefangen, mit meinem Aufenthalt hier abzuschließen. Außerdem habe ich mich durch die Wohnungssuche fürs Studium und dem damit verbundenen Papierkram gedanklich schon dermaßen in meinem nächsten Lebensabschnitt eingefunden, dass ich mit unglaublicher Vorfreude auf das Kommende blicke. So richtig Abschiedsstimmung will deswegen noch nicht aufkommen.
Trotzdem planen meine Kollegin und ich schon fleißig unseren Abschied. Dazu gehören natürlich ein paar Abschiedsgeschenke, jede Menge Fotos und eine kleine Abschiedsfeier, bei der wir Kaffee und Kuchen servieren, wir sind schließlich immer noch in einem Altenheim.

Direkt im Anschluss an den letzten Tag in Frankreich findet dann das Abschlussseminar in Deutschland statt. Von solchen Seminaren hatte ich dann insgesamt drei Stück: eins vor dem Freiwilligendienst, eins zur Halbzeit und das letzte danach. Damit bietet meine Organisation zwar weniger Seminare als die meisten anderen, aber insgesamt mehr Seminartage. Das erspart mir eine Menge Fahrerei und damit unnötigen Stress. Insgesamt laufen unsere Seminare etwas anders ab, als die der größeren Organisationen. Es gibt kein Handynetz (selbstverständlich auch kein W-Lan), wir Teilnehmer müssen selber kochen und spülen, haben einen eigenen Stromgenerator und müssen Holz hacken, um damit die Warmwasserheizung zu betreiben. EOS legt nicht nur wert auf Hilfsbereitschaft und Freiwilligkeit, sondern eben auch auf Umwelt und ökologische Nachhaltigkeit. So werden die Seminare immer zu einem kleinen Abenteuer, das in der Gruppe (und beschränkt auf die paar Tage) einen Riesenspaß macht.

 

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