interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Auf ein Neues

Autor:
Franziska

Rubrik:
orientieren

05.01.2016

Als ich vor genau einem Jahr an Silvester die Feuerwerksraketen am Himmel beobachtet und auf 2015 angestoßen habe, konnte ich noch nicht absehen, wie das Jahr verlaufen würde. Meine schriftlichen Abiturprüfungen standen kurz bevor und ich wusste nicht, wie es danach weiter gehen sollte. Ich habe mir tage- und nächtelang Gedanken um die verschiedenen Möglichkeiten für meine Zukunft gemacht und bin doch zu keinem Masterplan gekommen. Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal in Erwägung gezogen. Erst im Laufe der Zeit ist das eine zum anderen gekommen. Obwohl sich das Jahr ganz anders entwickelt hat, als ich anfangs gedacht hatte, war ich dann am Ende sehr zufrieden mit 2015.

365 Tage später habe ich wieder auf ein neues Jahr angestoßen und wieder kann ich nicht sagen, wie 2016 enden wird. Zwar werde ich bis zum Sommer mein FSJ Kultur zu Ende machen und möchte danach anfangen zu studieren, aber was genau und vor allem in welcher Stadt, weiß ich noch nicht. Meine Liste mit möglichen Studienfächern und -orten ist relativ lang geworden, sodass ich mich an vielen verschiedenen Hochschulen bewerben werde. In welche Himmelsrichtung es mich nächsten Herbst dann letztendlich verschlägt, wird sich dann herausstellen.

Wie 2015 gezeigt hat, wird es wahrscheinlich sowieso anders kommen, als ich planen werde. Das beweist mir auch mein Abiturjahrgang. Zwischen den Jahren haben wir beschlossen, ein Nachtreffen für den ganzen Jahrgang zu veranstalten. Obwohl sich äußerlich kaum jemand verändert hat, sind die Dinge, die uns jetzt beschäftigen, ganz andere, als noch vor einem Jahr. Und auch die Pläne, die die meisten so hatten, sind nicht mehr die gleichen. Viele haben mittlerweile angefangen zu studieren und bei den wenigstens ist das Studium wirklich so, wie sie es sich vorgestellt hatten. Einige denken bereits über einen Studienfachwechsel nach, mindestens zwei haben das Studium sogar schon wieder an den Nagel gehängt. Das Mädchen, das schon in der Mittelstufe wusste, dass direkt nach dem Abitur ein Psychologiestudium folgen sollte, ist doch erst noch für ein ganzes Jahr an das andere Ende der Welt gereist. Der Junge, der nach der Schule unbedingt wegziehen wollte, studiert jetzt doch in der Heimatstadt. Und die Freundesgruppe, die ich in der Schule immer nur zusammen gesehen habe, hat sich inzwischen komplett aufgelöst.

Obwohl ich heute noch nicht sicher weiß, was es ist, bin ich sehr gespannt auf das, was mich im Jahr 2016 erwarten wird. Denn mittlerweile weiß ich, dass es gar nicht so schlecht ist, die Dinge einfach auf sich zukommen zu lassen.

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