interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Mentale Fitness

Autor:
Franziska

Rubrik:
orientieren

20.01.2016

Im Rahmen meines FSJ Kultur habe ich sogenannte freie Bildungstage zur Verfügung, an denen ich spezielle Veranstaltungen besuchen kann, die ich mir selbst aussuche. Ich belegte zum Beispiel ein Seminar mit dem Titel „Erfolgsstrategien für mentale Fitness“. Schon im Voraus klang es interessant und versprach viel: Steigerung von Kreativität und Konzentration im Handumdrehen sowie Merktechniken, die zukünftig jeden Einkaufszettel überflüssig machen würden. Ich war also sehr gespannt.

Bevor das Seminar richtig anfing, erklärte uns die Referentin, dass das menschliche Gehirn mit den richtigen Übungen ebenso trainierbar sei wie ein Bizeps. Außerdem versprach sie uns, am Ende des Tages alle Seminarteilnehmer mit Namen ansprechen zu können, was einigen nur ein skeptisches Lachen entlockte. Es ging mit ein paar Aufwärmübungen los, die unseren „Arbeitsspeicher“ in Schwung bringen sollten. Wir entzifferten einen Text ohne Satzzeichen und mit wahlloser Groß- und Kleinschreibung, lasen Namen von Farben vor, die jeweils in andersfarbiger Tinte geschrieben waren und bildeten Anagramme aus verschiedenen Wörtern. All diese Übungen stellten mit ein bisschen Konzentration keine größere Herausforderung dar, verfehlten aber ihre Wirkung nicht: Auch ohne Kaffee war jegliche Müdigkeit anschließend schlagartig verflogen. Danach stellte sich jeder Teilnehmer vor. Zusammen überlegten wir uns kreative Eselsbrücken, um sich die fremden Namen besser merken zu können. Außerdem zeigte uns die Referentin ein Zahlen-Bilder-System, bei dem die Zahlen von eins bis 20 verschiedenen Symbolen zugeordnet sind. Die Zwei ist zum Beispiel ein Schwan, die Fünf eine Hand, die Zwölf ein Geist und so weiter. Mithilfe von Eselsbrücken soll man so mehrere Dinge behalten können. Und tatsächlich: Spielerisch und ohne es wirklich zu bemerken, habe ich 14 Bundesministerien auswendig gelernt, die ich, sogar Wochen nach dem Seminar, noch nicht vergessen habe. Zum Abschluss lernten wir noch eine spezielle Atemübung, mit der wir es schaffen können, Stress abzubauen, um danach wieder leistungsfähiger zu sein. Und wieder wurde ich positiv überrascht, da diese Übung selbst nach einem langen Seminartag half, mich noch einmal konzentrieren zu können.

Von vielen der Tricks, die ich durch das Seminar kennengelernt habe, wünschte ich, ich hätte schon in der Lernphase für das Abitur davon gewusst, da sie mir einiges erleichtert hätten. Trotzdem werde ich auch in Zukunft nicht auf einen Einkaufszettel verzichten – sicher ist sicher!

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