interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Die Stricke reißen

Autor:
Andreas

Rubrik:
auszeit nach dem abi

10.09.2008

Ich hatte schon fest damit gerechnet, bald an einer FH in der Nähe zu studieren. Irgendwie stand das für mich fest. Ich hatte schon angefangen, mich um WGs zu kümmern, mir zu überlegen, welche Fahrkarte ich kaufe und mit wem ich zusammenziehe. Alles für die Katz. Am Samstag kamen zwei Briefe von der FH und beide waren Absagen. Das hat mich hart getroffen. Ich hatte mit einer Absage gerechnet, aber nicht mit zwei. Und schon stehe ich wieder vor der Frage, was nun kommen soll. Als ich auf die beiden Studiengänge gestoßen bin, war ich verdammt froh, etwas gefunden zu haben, was mir Spaß machen könnte. Nun stehe ich genau da, wo ich vor meinem FSJ war. Klar gibt es noch die geringe Chance über das Nachrückverfahren reinzukommen, aber darauf kann ich mich ja nicht verlassen.

Also Plan B: das Praktikum. Dummerweise kam die Ablehnung für das Praktikum schon vier Tage vorher. Also fällt auch Plan B weg. Dann her mit Plan C. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich auf Plan C zurückgreifen muss und habe Witze darüber gerissen, was ich dann studieren würde: Philosophie oder BWL. War echt lustig sich auszumalen, ich würde BWL studieren. Tja, war. Wieder einmal zeigt sich, ich hätte mich vorher einfach mal besser um alles kümmern müssen, vor allem weil die Bewerbungsfrist für die Studiengänge mit Zulassungsbeschränkung (also Numerus clausus, NC) schon abgelaufen ist. Und mehr als zwei Drittel der Fächer, die mich interessiert hätten, sind NC-Fächer. Dumm gelaufen.

Was übrig bleibt sind eigentlich nur noch Germanistik oder Nordische Philologie. Beides an sich ja interessant, aber irgendwie nicht so richtig das Wahre. Aber man kann ja nie wissen. Ich werde mich also für eines von beiden im Hauptfach einschreiben, mit dem anderen als Nebenfach und dann mal schauen. Wenn es mir gefällt, bleibe ich dabei. Wenn nicht, werde ich versuchen, irgendwie doch noch in einen meiner beiden Wunsch-Studiengänge an der FH reinzukommen. Mit den Wartesemestern wird das schon klappen. Irgendwie werde ich das alles auf die Reihe kriegen. Aber es ist schon erschreckend, wie ein Lebensplan innerhalb von einer Woche in sich zusammenstürzt.

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