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Mein Freiwilliges Jahr

Ein ganz normaler Tag im Leben eines FSJlers

Autor:
Andreas

Rubrik:
auszeit nach dem abi

09.01.2008

„Andi Bad is frei!!!" brüllt meine Mutter ins Zimmer. Es ist 6.45 Uhr, Zeit zum Aufstehen. Ich wanke schlaftrunken in das Badezimmer und stoße mich dabei mindestens 5 mal an irgendwelchen offenen Schubladen. Im Badezimmer erfülle ich meine allmorgendlichen Pflichten, ziehe mich dann an und frühstücke erst mal richtig. Um 7.30 Uhr verlasse ich das Haus und setze mich aufs Fahrrad. Es ist schweinekalt und noch ziemlich dunkel. Der Weg zum Zug ist unglaublich nervig. Jede Menge Schlaglöcher belagern die ohnehin schon enge Landstraße. Außerdem ist starker Gegenwind. Ich muss ordentlich strampeln und bin schon verschwitzt, bevor ich überhaupt zum Zug komme. Im Zug sitzen wie jeden Tag genau die gleichen Leute. Genauso wie in der Straßenbahn 15 Minuten später. Um 8.30 bin ich endlich im Dokuzentrum. Hab' heute Infodienst. Ich gehe meine morgendliche Runde durch die Ausstellung und schalte alle Beamer an. Dann wird aufgesperrt.

Aus irgendeinem Grund hat heute die gesamte Welt beschlossen ihre Schulklassen herzuschicken. Innerhalb von einer Viertelstunde ist das gesamte Foyer voll. Habe alle Hände voll zu tun, Schüler von der Treppe und aus dem Aufzug zu verscheuchen, Schüler in der Ausstellung davon zu überzeugen doch ein wenig leiser zu sein und Schülern den Weg zu den Toiletten zu erklären. Außerdem muss ich noch Flyer auffüllen, Fragen beantworten und Gruppen begrüßen. Um 12 bin ich alle. Die halbe Stunde Mittagspause spiele ich, wie immer, Backgammon mit meinem FSJ-Kollegen, der heute einen eher ruhigeren Tag im Büro hatte. Und wie immer gewinnt er. Nach der Mittagspause gebe ich eine Dachführung. Etwas peinlich ist der Moment, als ich feststelle, dass ich mich und alle Teilnehmer ausgesperrt habe. Meine Kollegin rettet mich. Wieder unten angekommen, erfahre ich, dass ich ins Büro muss. Mein FSJ-Kollege ist schon heimgegangen und das Büro muss besetzt sein.

Jetzt verbringe ich erstmal 2 Stunden mit Nichtstun. Dann plötzlich eine Welle an Anrufen und Buchungen. Mindestens eine halbe Stunde telefoniere ich mit einem Franzosen, der weder deutsch noch englisch versteht. Dummerweise verstehe ich kein Französisch. Um 17 Uhr packe ich meine Sachen. Heftiger Tag heute. Der Rückweg ist ähnlich nervig wie der Hinweg. Außerdem ist es wieder dunkel. Daheim wird erstmal gegessen. Um 22.34 Uhr schlafe ich vor dem Fernseher ein.

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