interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Mein erster Tag im FSJ

Autor:
Lydia

Rubrik:
orientieren

15.11.2017

5.30 Uhr – der Wecker klingelt. Aufstehen, denn heute ist mein erster Tag im FSJ. Schnell mache ich mich fertig und fahre los, denn ich will auf keinen Fall zu spät kommen.
Als ich nervös vor dem großen Krankenhaus stehe, denke ich an meine Hospitation vor ein paar Wochen zurück. Damals habe ich zur Probe gearbeitet und die Station kennengelernt. Die Stationspflegeleitung teilte mir mit, dass ich in meinem FSJ viel in der Hauswirtschaft eingesetzt werden soll und weniger bei den Patienten. Ehrlich gesagt war ich von der Aussage wenig begeistert, denn ich wollte pflegerische und medizinische Maßnahmen kennenlernen – nicht die Kaffeemaschine. Ich wollte dem Ganzen dennoch eine Chance geben und sagte zu.
Die Zweifel schwirren mir noch im Kopf herum, als ich das Krankenhaus betrete. Kurz muss ich noch bei der Pflegedirektion vorbeischauen und fehlende Unterlagen abgeben. Dann werde ich mit einem freundlichen „Viel Spaß!“ in mein FSJ und auf meine Station entlassen. Es geht also los!
Auf der Station kommt mir Schwester Anna freudig entgegen, bei der ich schon zur Hospitation mitlief. Sie zeigt mir meinen Spind und gibt mir meine Arbeitskleidung. Dann stellt sie mich den Kollegen vor, die mich gleich mit Fragen löchern. Wer bist du? Warum machst du ein FSJ? Was hast du danach vor? Nachdem ich sämtliche Fragen beantwortet habe, gehe ich mit Anna mit. Sie zeigt mir die Station und wichtige Bereiche außerhalb dieser, denn ich werde später auch Medikamente aus der Apotheke holen oder Patienten den Weg zu Untersuchungen erklären. Das Krankenhaus ist aber sehr groß und unsere (Doppel-)Station umfasst knapp 80 Betten – das ist sehr verwirrend am Anfang.
Dann beginnt meine Arbeit: Das Mittagsessen muss ausgeteilt werden. Auch wenn das eine einfache Aufgabe zu sein scheint, brauche ich eine Weile, bis das jeweilige Essen beim richtigen Patienten landet – aber das werde ich schon noch rausbekommen! Anschließend nimmt mich Anna zu ihren Patienten mit und erklärt mir einige Abläufe in der Pflege. Zusammen wechseln wir Inkontinenzmaterial wie Unterlagen oder Windeln, lagern Patienten oder bringen jemanden zur Toilette. Vieles davon ist mir von meinem Orientierungspraktikum zwei Jahre zuvor noch in Erinnerung. Zum Schluss gehen wir nochmal durch alle Patientenzimmer und verteilen Kaffee und Tee.
Insgesamt war mein erster Tag sehr angenehm. Ich arbeite mehr am Patienten als gedacht, was ich gut finde – schließlich will ich ja etwas lernen! Die Kollegen sind supernett und auch wenn ich heute nur überwiegend mitgelaufen bin, kann ich zufrieden sein. Ich glaube, es wird ein wunderbares Jahr!

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