interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Seminar 1: Ich bin ich und du bist du

Autor:
Lydia

Rubrik:
orientieren

04.12.2017

Zu meinem FSJ gehören nicht nur die praktische Arbeit im Krankenhaus, sondern auch Seminare. Für einen zwölfmonatigen Freiwilligendienst sind 25 Seminartage angesetzt, die zudem als Arbeitstage zählen.
Vor kurzem fand nun mein erstes Seminar statt, zum Kennenlernen. Einige FSJler kannte ich schon von den Bewerbergesprächen. Doch da wir fast alle zu unterschiedlichen Zeitpunkten und an verschiedenen Orten starteten, hatte ich wenig Hoffnung, ein bekanntes Gesicht zu sehen. Wer würde mir in den nächsten beiden Tagen so begegnen? Was waren ihre bisherigen Eindrücke? Und kannten sich einige schon vorher? Immerhin hat mein Träger sechs verschiedene Seminargruppen mit je 20 bis 30 Freiwilligen. Und tatsächlich: Schon bei meiner Ankunft sah ich kleine Grüppchen, die sich fröhlich unterhielten – offenbar die FSJler, die schon länger ihren Dienst leisten. Skeptisch setzte ich mich zu einer größeren Gruppe, die sich schüchtern vorstellten. Schnell stellte sich dabei heraus: Sie sind Seminar-Erstis wie ich.
Zunächst wurden die Zimmer verteilt. Meine Zimmergenossen und ich waren allesamt neu gestartet und schnell brach das Eis. Wir alle arbeiten im Krankenhaus, teilweise sogar im selben und nur auf unterschiedlichen Stationen. Es war super, sich über Gedanken und Eindrücke auszutauschen. Viel zu schnell wurden wir in den Tagungsraum zurückbeordert – es ging los!
Zunächst sollte sich jeder kurz vorstellen und anschließend die Namen der Freiwilligen aufzählen, die bereits dran gewesen waren. So konnten sich die Namen besser gemerkt und die Gruppendynamik gestärkt werden. Anschließend spielten wir den lieben langen Tag Kennlernspiele. Zu welchen Aussagen würden wir uns positionieren? Wer kann gut im Team arbeiten? Was kann jeder individuell am besten? Zuletzt spielten wir eine Art Escapespiel, bei dem wir einen Tresor knacken mussten. Jedoch durften wir dabei nicht reden und mussten etliche andere Regeln beachten. Ich bin eigentlich kein Freund von diesen Kennlernspielen, aber dieses hat echt Spaß gemacht! Abends ging es dann für alle noch zum Bowlen. Der nächste Tag war dem vorigen sehr ähnlich. Allerdings schwand die Begeisterung allmählich und ich war nicht allzu traurig, als das Seminar zu Ende ging. Das nächste steht in zwei Wochen an.
Mein Fazit ist positiv! Meine Sorge, keinen Anschluss zu finden, war völlig unbegründet – immerhin steckten wir alle in derselben Situation.

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