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Mein Freiwilliges Jahr

Ein Blick hinter die Kulissen - Teil 1

Autor:
Lydia

Rubrik:
orientieren

29.01.2018

Bevor ich das erste Mal in einer Klinik gearbeitet hatte, habe ich mich gefragt, wie die Abläufe dort wohl aussehen. Ich stellte mir vor, dass die Pflegekräfte Medikamente austeilen, bei allen Patienten die Vitalzeichen messen und immer unter Strom stehen. Nach fünf Monaten im täglichen Frühdienst verstehe ich nun ganz gut, woher der ständige Stress und das Gerenne kommen. Auch ich als FSJlerin habe einen straffen Tagesablauf, den ich euch gerne vorstellen möchte. Anmerkung: Dies ist mein persönlicher Ablauf. Viele meiner FSJ-Kollegen haben einen Großteil der Aufgaben nicht, weil sie auf einer Station mit Patienten arbeiten, deren Pflegebedarf geringer ist.
7 Uhr: Schichtbeginn! Meist bin ich schon ein paar Minuten früher da, um mich auf den neusten Stand zu bringen. Je nachdem wie pflegeaufwendig unsere derzeitigen Patienten sind, wasche ich bereits einige von ihnen oder helfe den Pflegern bei der üblichen Morgenrunde. Dabei werden die Vitalzeichen (Puls, Blutdruck, Temperatur und gegebenenfalls Blutzucker) gemessen. Außerdem werden die Medikamente ausgeteilt.
8 Uhr: Es gibt Frühstück. Bei knapp 40 Patienten brauche ich für das Austeilen eine Stunde oder länger. Manche Patienten können leider nicht mehr alleine essen oder sich ein Brot schmieren – dabei helfe ich ebenfalls. Wenn ich fertig bin, muss ich auch schon wieder mit dem Abräumen beginnen, da die Essenscontainer zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeholt werden. Andernfalls blockieren sie den ganzen Tag unseren Ausgang.
10 Uhr: Der Vormittag ist immer recht variabel. Je nachdem, wie schnell das Frühstück vonstattenging und wie viele Patienten schon gewaschen sind, habe ich andere Aufgaben. Eines bleibt aber immer gleich: die Essensbestellung. Anfang der Woche frage ich jeden Patienten, was er oder sie gerne zu essen hätte. Diese Infos gebe ich dann für den darauffolgenden Tag im System ein. Auch der normale Stationsbedarf wie Kaffee oder Wasser wird darüber bestellt. Wenn ich mit den Bestellungen fertig bin, koche ich Kaffee, helfe meinen Kollegen beim Waschen oder bringe Patienten zu einer Untersuchung.
10.30 Uhr: Pause! Jetzt verspeise ich mein Brot und fahre etwas runter.
11 Uhr: In der Mittagsrunde hefte ich mich an die Fersen einer Pflegekraft – meistens jene, die ich bereits am Morgen begleitet habe – und messe erneut Vitalzeichen und teile Medikamente aus.
Wie mein Tag weitergeht, lest ihr im nächsten Beitrag.

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