interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Suche Wohnung, biete Hungerlohn

Autor:
Lydia

Rubrik:
orientieren

18.04.2018

Schon vor dem FSJ hatte ich fest geplant, zeitnah von zuhause auszuziehen. Mit meinem FSJ-Taschengeld wäre ich allerdings nicht weit gekommen und ehrlich gesagt habe ich mir auch nicht zugetraut, selbstständig und alleine zu leben.
Rückblickend habe ich in meinem Freiwilligenjahr bisher viel über mich gelernt und gemerkt, dass ich es sehr wohl schaffe ein eigenständiges Leben zu führen: Ich kann eine 40-Stunden-Woche Arbeit aushalten, meinen Haushalt organisieren, Einkäufe erledigen, die Wohnung putzen, mein Sozialleben strukturieren, Wäsche waschen, kochen und mit meinem Geld umgehen. Das müsste doch reichen, oder?
Fehlt nur noch die Wohnung. Und das ist wohl der schwierigste Punkt. Auch wenn ich mich endlich entschlossen habe, im Herbst definitiv auszuziehen, heißt das noch lange nicht, dass ich auch eine günstige Wohnung finde. Nicht selten werden in Berlin Zwei-Zimmer-Wohnungen für über 650 Euro im Monat vermietet. Und selbst wenn ich das aufbringen kann, muss ich noch Nebenkosten, Versicherungen und andere Ausgaben zahlen.
Um all das zu schaffen, habe ich mich erst mal gegen ein Studium und für eine Ausbildung entschieden. Bis ich einen Studienplatz in Medizin bekomme, vergehen eh noch Jahre. Insofern kann ich diese Zeit auch mit einer Ausbildung und dem gleichzeitigem Auszug überbrücken. Eigenständigkeit ist mir wichtiger als „Hotel Mama“. Dafür werde ich mir auch noch einen Nebenjob suchen, denn ich möchte auch nicht auf Dauer jeden Cent umdrehen müssen.
Bis ich eine bezahlbare Wohnung finde, deren Vermieter mich als Azubi mit geringem Gehalt akzeptiert, spare ich weiterhin einen Großteil meines FSJ-Gehalts, um mir später Möbel und die Kaution leisten zu können. Schließlich kann nur so der Traum der ersten eigenen Wohnung wahr werden!

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