interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Achtung, Lebensretter im Anmarsch!

Autor:
Lydia

Rubrik:
orientieren

09.05.2018

Von klein auf lernt jeder Mensch etwas wahnsinnig Wichtiges: Notrufnummern. Für die Unwissenden: Es sind die 112 für die Feuerwehr beziehungsweise die 110 für die Polizei.
Im Krankenhaus ist das allerdings etwas anders, die Rettungskräfte sind schließlich schon gerufen worden und haben den Patienten zu uns gebracht. Doch was, wenn unsere Patienten im Haus Hilfe brauchen? Wenn jemand kollabiert? Dann kommen wir, Ärzte, Pfleger, FSJler. Es gibt allerdings noch die „Profis“ unter uns: das Reanimationsteam. Das Rea-Team wird immer dann gerufen, wenn ein Patient einen Herzstillstand erleidet oder keine messbaren Vitalzeichen hat. Für solche Fälle wählen wir eine eigene Telefonnummer – quasi unsere interne „112“ –, um das Team schnellstmöglich zu erreichen. Denn in diesen Momenten zählt jede Sekunde.
Glücklicherweise kommen solche Momente nicht all zu oft auf meiner Station vor. Umso aufregender ist es, wenn es dann tatsächlich passiert. Erst vor Kurzem kam ein Arzt aus einem Patientenzimmer herausgeeilt und rief „Rea-Alarm“.
Dann muss alles klappen: Während die ausgebildeten Pfleger die instabilen Patienten betreuten, habe ich das Reanimationsteam gerufen und im Flur für Platz gesorgt. Obwohl ich weiß, was zu tun ist, schlotterten mir ehrlich gesagt ganz schön die Knie und mir kam jede verstrichene Minute wie eine Stunde vor. Ist ja klar, schließlich ging es um ein Menschenleben. Außerdem gehören Reanimationen bisher noch nicht zu meinem beruflichen Alltag.
Zum Glück wurde dem Patienten rechtzeitig geholfen und er konnte lebend die Station verlassen. Eine ganz schön aufregende Situation fand also ein gutes Ende – und ich habe dabei helfen können!

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