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Mein Freiwilliges Jahr

Hallo, Minime!

Heute musste ich eine ganz besondere und gleichzeitig ziemlich traurige Aufgabe übernehmen: Ich fange an, andere Leute in meinen Posten einzuarbeiten. Da ich bald nicht mehr in der Klinik arbeite, müssen andere meine Aufgaben übernehmen. Zum einen wird das unser neue Pflegeassistent, zum anderen die neue FSJlerin sein. Diese hat mich heute besucht und ist mit mir meinen Tag durchgegangen.
Es war schon etwas komisch, immerhin war ich vor einem Jahr auch genau in ihrer Position. Ich bin nicht so gut im Erklären, deshalb hatte ich selbst etwas Bammel. Aber ähnlich wie ich war auch meine Nachfolgerin sehr nervös.
Ich zeigte ihr zunächst die Station und erklärte ihr, welche Aufgaben ich übernommen hatte. Zusammen teilten wir das Essen aus, bestellten die nächsten Mahlzeiten und fuhren etliche Patienten zu ihren Untersuchungen. Die Zeit verging wie im Flug. Während sie noch ein Gespräch mit dem Chef führte, brachte ich meine Aufgaben zu Ende, um danach auch in den Feierabend starten zu können.
Ich muss sagen, es ist schon sehr ungewohnt, wenn jemand ständig die eigenen Schritte überblickt und dir viele Fragen stellt. Ich habe zwar schon einige Praktikanten angelernt, aber erst heute habe ich wirklich gemerkt, wie viel ich tatsächlich gelernt habe und wie viel ich mittlerweile selbstständig und ohne großes Überlegen absolvieren kann.
Auch das Erklären hat wunderbar funktioniert und mit der Zeit wurden wir beide etwas lockerer. Ich denke mal, dass ihr der Tag gut gefallen hat.

Autor: Lydia  |  Rubrik: orientieren  |  Jul 2, 2018
Autor: Lydia
Rubrik: orientieren
Jul 2, 2018

Mein Freiwilliges Jahr

Meine Aufgaben – Für was bin ich eigentlich da?

Auf jeder Station gibt es einen anderen Tagesablauf. Jeder Mitarbeiter hat feste Aufgaben, die täglich anstehen. Ganz wichtig ist aber auch Teamarbeit. Auch unter meinen FSJler-Kollegen unterscheiden sich die Aufgaben stark. So hat eine Freundin, die in der Psychiatrie arbeitet, weitaus weniger zu tun, als ich in der Neurologie.
Ursprünglich bin ich für die hauswirtschaftlichen Aufgaben eingestellt worden. Das heißt im Großen und Ganzen Essen bestellen, austeilen und Kaffee kochen. Mittlerweile hat sich mein Spektrum jedoch erweitert. Zwar bin ich noch im Bereich Hauswirtschaft tätig, aber nicht nur. Mal kümmere ich mich um Patienten, mal unterstütze ich die Ärzte und Ärztinnen bei Untersuchungen und zwischendurch sitze ich in der Kanzel und nehme Telefonate entgegen. Auch bei den Therapeuten helfe ich manchmal aus.
An sich ist dieses Gespringe ganz nett. Immerhin bekomme ich viel zu sehen. Andererseits ist das aber auch ganz schön anstrengend, wenn alle gleichzeitig Hilfe brauchen. Aber warum wurde mein Aufgabenpensum eigentlich so stark erhöht?
Ganz einfach: Es fehlt an Personal. Ursprünglich gab es noch zwei weitere Stationsassistenten. Diese sind aber derzeit nicht auf Station. Ersatz gibt es bisweilen noch nicht. Natürlich kann ich nicht die Arbeit für drei Leute machen. Wer kann das schon? Umso mehr freue ich mich, wenn wir wieder Unterstützung bekommen. Immerhin dauert auch mein Freiwilligenjahr nur noch wenige Wochen. Dann ist noch eine weitere Stelle unbesetzt. Ich hoffe sehr, dass dies nicht allzu lange der Fall sein wird.

Autor: Lydia  |  Rubrik: orientieren  |  Jun 20, 2018
Autor: Lydia
Rubrik: orientieren
Jun 20, 2018

Mein Freiwilliges Jahr

Bestandsaufnahme

Knapp vier Wochen, rund 20 Dienste und ein Seminar, dann ist mein Freiwilliges Soziales Jahr vorbei. Es ist wahnsinnig schnell vergangen. Ich hatte eine unfassbar gute Zeit, habe viel gelernt und bin aus meiner Komfortzone herausgekommen. Neben dem pflegerischen und medizinischen Wissen habe ich einige unerwartete Fähigkeiten erlernt, die man zwangsläufig in der Pflege braucht. Hier eine augenzwinkernde Auflistung:
1. Ein Frühdienst ersetzt das Fitnessstudio:
Pro Frühschicht laufe ich neun bis zehn Kilometer. Das gibt nicht nur platte Füße, sondern nebenbei auch hervorragende Beinmuskeln! Extra Laufrunden in der Freizeit kann ich mir also sparen.
2. Nichts trainiert eine volle Blase so sehr, wie eine volle Station:
Täglich schaue ich mir Urinflaschen von Patienten an und notiere, wenn eine andere Farbe oder etwas anderes Unübliches zu sehen ist. Ich denke mehr über anderer Leute Körperflüssigkeiten nach als über meine eigenen, fordere Patienten auf, regelmäßig auf Toilette zu gehen – und verkneife es mir selbst stundenlang trotz voller Blase.
3. Fünf Minuten Zeit können ein Segen sein:
Ab und an kommt es dann doch vor, dass ich kurz durchatmen und sogar die Toilette aufsuchen kann. In manchen Diensten ist das eine Seltenheit, dafür umso schöner!
4. Ich kann jetzt beim Wettessen mitmachen:
Trotzdem muss ich auch mal was essen, da ich sonst umkippe – ja, ich spreche aus Erfahrung! Das muss dann aber schnell gehen. Mittlerweile weiß ich: Ein Brot lässt sich gut in einer Minute essen, ein Joghurt in wenigen Sekunden runterschlingen. Wirklich genießen kann ich dabei nicht, aber immerhin landen Nährstoffe im Magen.
5. Ich bin die Tablettentante
Mehrmals am Tag achte ich penibel darauf, dass die Patienten ihre Tabletten pünktlich einnehmen. Geschieht dies zu spät, kann sich in manchen Fällen der Zustand des Patienten verschlechtern. Auf Station bin ich die akribische Tablettentante, meine eigenen Tabletten vergesse ich aber ab und zu – vielleicht sollte ich mir einen FSJler für diese Aufgabe suchen …

Autor: Lydia  |  Rubrik: orientieren  |  Jun 11, 2018
Autor: Lydia
Rubrik: orientieren
Jun 11, 2018