interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Mein Bautagebuch

Autor:
Lydia

Rubrik:
orientieren

13.07.2018

Auch wenn es in meinem Blog den Anschein hatte, dreht sich mein Leben nicht nur um meine Einsatzstelle und mein Freiwilligenjahr. Tatsächlich führe ich auch ein Privatleben. Normalerweise besteht dieses aus vielen ehrenamtlichen Projekten, die saisonabhängig im Vordergrund stehen.
Derzeit habe ich allerdings zwei andere, wortwörtliche Großbaustellen, die es zu überleben gilt: Zum einen muss ich in meiner neuen Wohnung streichen und Böden verlegen, zum anderen wird meine jetzige Wohnung, in der ich bis zu meinem Auszug mit meiner Mama wohne, komplett saniert – das ist wahrlich kein Zuckerschlecken.
Vom Baustopp bis zum Ausfall aller sanitären Anlagen in der Wohnung ist bisher einiges an Problemen zusammengekommen – und die Bauphase ist erst vor knapp zwei Monaten gestartet und wird leider noch knapp zwei Jahre andauern. Ich bin wahnsinnig froh, dass ich in sechs Wochen in meiner eigenen Wohnung sitze, in der nicht täglich Bauleute ein- und ausgehen, Wände eingerissen werden oder der Balkon gesperrt ist.
Am schlimmsten ist, dass meine Mama und ich unseren Jahresurlaub für diese Bauphase aufopfern müssen. Schließlich wollen wir nicht irgendwelchen Fremden den Zutritt in unsere Wohnung gewähren, zumal es seit Baubeginn schon mehrfach Einbrüche gab. Das heißt, wir wechseln uns ab und sitzen jeden Tag bei Baulärm und dem tollem Wetter drinnen und warten, bis die Bauleute Feierabend machen.
Immerhin kann ich auf meiner anderen Minibaustelle mein Tempo selbst bestimmen. Habe ich gestrichen und den Boden verlegt, können die restlichen Möbel rein. Im Vergleich zur Vollsanierung der anderen Wohnung ist das also ein Klacks. Und immerhin steht dort die Toilette im Badezimmer und nicht wie bei meiner Mama vorübergehend im Park nebenan!

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