interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Meine letzte Woche

Autor:
Lydia

Rubrik:
orientieren

26.07.2018

Heute beginnt meine letzte Woche auf Station. Die Zeit meines FSJ ist wahnsinnig schnell vergangen. Es fühlt sich an, als hätte ich gerade erst angefangen, gleichzeitig aber auch, als wäre ich schon Ewigkeiten Teil des Teams. Zeit für ein kleines Resümee.
Was war gut? Mein FSJ-Träger hat mich super schnell vermittelt. Meine Kollegen und Kolleginnen auf der Station waren spitzenmäßig. Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Auch meine Seminargruppe war toll, sodass ich viele Kontakte knüpfen konnte und auch beim TMS (Test für medizinische Studiengänge) nicht alleine war. Durch die Empfehlung meines Chefs wurde ich schnell für die Ausbildung zur Kinderkrankenschwester in der Klinik angenommen. Außerdem konnte ich viele verschiedene Tätigkeitsbereiche kennenlernen.
Und was war weniger gut? Leider gab es auch einige Punkte, die mir nicht gefallen haben. Etwa die Seminare, die sich stets nur mit Politik beschäftigt haben. Oder auch, dass ich mehr oder weniger ins kalte Wasser geworfen und wenig eingearbeitet wurde. Am meisten missfallen hat mir jedoch die Routine, die sich schnell eingeschlichen hat. Das hat mir schon gezeigt, dass ich definitiv einen Beruf brauche, der abwechslungsreich ist und mich fordert.
War dieses Jahr nun sinnvoll für mich oder doch eher Zeitverschwendung? Ich weiß es nicht. Klar, ich habe viel gelernt, aber vieles kannte ich bereits aus vorherigen Praktika. Meine Kollegin jedenfalls betont, dass ich mich charakterlich verändert hätte und offener geworden sei. So ganz kann ich das jetzt nicht bestätigen, denn jeder hat eine andere Wahrnehmung. Aber vielleicht war das Jahr beruflich weniger hilfreich, dafür aber persönlich umso mehr.

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