interaktiv

Mein Freiwilliges Jahr

Seminartage

Autor:
Andreas

Rubrik:
auszeit nach dem abi

25.01.2008

Im Leben eines FSJlers gibt es Tage, denen er mit sehr gemischten Gefühlen entgegen sieht. Das sind die Seminartage. Jeder FSJler muss in seinem FSJ 25 Seminartage belegen. Zusammen mit seiner Gruppe (immer die gleiche) hat er also mehrere Blöcke über das gesamte Jahr verteilt. Mal sind es 2 Tage mal 3 oder auch mal eine ganze Woche. Diese Seminartage sollen natürlich keine Erholung von der anstrengenden Arbeit sein - sind sie aber doch -, sondern auch irgendwas vermitteln. In meinen bisher 10 Tagen hatte ich einen Theaterworkshop, Kommunikationstraining, Erlebnispädagogische Einheiten (Hochseilgarten etc) und Selbstverteidigungskurse. Alles eigentlich ganz coole und brauchbare Dinge. Immer jeweils Theorie und Praxis, sprich wir haben beim Theaterworkshop nicht nur gespielt, sondern auch etwas über die Theorie und die Geschichte des Theaters gelernt.

Warum also geht ein FSJler da mit gemischten Gefühlen rein? Einerseits sind die Seminartage toll, man ist mit Gleichaltrigen zusammen und die meisten sind nett, man macht im Großen und Ganzen tolle Sachen und man hat mal Abwechslung vom ollen Arbeitsalltag. Andererseits wenn man Pech hat, ist man in einer doofen Gruppe. Es ist normalerweise so, dass darauf geachtet wird, das Leute in einer Seminargruppe zusammen sind, die in ähnlichen Einrichtungen arbeiteten. Und je nachdem, was für eine Gruppe es ist, sind die Themen, die in den Seminargruppen besprochen werden, auf die Teilnehmer zugeschnitten. Bei den Krankenpflegern z.B. geht man in ein Hospiz, lernt was über Sterbehilfe oder Behindertenpädagogik.

Soweit zur Theorie. Bei mir und meinem FSJ-Kollegen (aus dem Museumsbereich) ist das Ganze ein wenig verzwickt. Wir gehören zu den Exoten unter den FSJlern. Das heißt es gibt keine Seminargruppe für Museums-Leute. Die Folge: Wir wurden irgendwo reingepackt. Während ich es noch ganz gut erwischt habe - ich bin mit den Kulturläden zusammen, also annähernd ähnlich - hat es mein Kollege schlecht erwischt. Er ist mit lauter Krankenpflegern zusammen und macht in den Seminaren nur Sachen, die ihn nicht interessieren und die ihm in keinster Weise für seine Arbeit im Museum weiterhelfen. Deshalb stöhnt er, wenn Seminartage anstehen. In meinen Seminartage lerne ich wenigstens ab und zu etwas, was mir hilft und eigentlich immer das, was mich interessiert und Spaß macht. Man kann also viel Glück oder viel Pech haben. Für mich sind die Seminartage eine nette Abwechslung zum routinierten Alltagstrott.

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.