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Ingenieurwesen? Ja bitte!

Lehre im Wandel

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

25.09.2020

An Universitäten wird normalerweise gelehrt, was Stand der Forschung ist. Dabei gibt es Felder, in denen die Grundlagenforschung abgeschlossen ist und nur noch selten neue wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden. In diesen Feldern bleibt auch die Lehre über die Jahre ähnlich. In meinem Bachelorstudium habe ich die gleichen naturwissenschaftlichen Grundlagen gelernt, wie mein Vater, der vor 40 Jahren studiert hat. Im Master verhält es sich nun etwas anders. Alle Grundlagen sollten bereits verinnerlicht sein, sodass Raum für Spezialisierung und damit für aktuelle Entwicklungen ist. Insbesondere in meiner Fachrichtung „Energietechnik“ ist aktuell viel in Bewegung. Denn die Erforschung und Entwicklung von Erneuerbaren Energietechniken erfährt wegen der Klimakrise und der Energiewende eine große Aufmerksamkeit und wird stark gefördert. Gleichzeitig verlieren Themen wie Verbrennungsmotoren oder Kohlekraftwerke an Relevanz. Die Entwicklungen spiegeln sich nun auch im Curriculum wider. Da ich mich in diesem Sommersemester für meinen Master eingeschrieben habe, gilt für mich noch das alte Curriculum. Ich hätte zum Beispiel noch die Vertiefungsrichtung „Verbrennungsmotoren“ wählen können. Für diejenigen, die sich im Wintersemester einschreiben, wird diese Vertiefung nicht mehr angeboten. Stattdessen kann man sich auf „Mobile Antriebe“ spezialisieren. Diese und andere Anpassungen zeigen, wie sich der Fokus in einem lebendigen Forschungsfeld von einer Technologie zur nächsten verschiebt und das Curriculum Schritt halten muss.
Um diesen Wandel in der Lehre mit Studierenden zusammen zu gestalten, hat einer unserer Professoren die Studierendeninitiative, der ich vorsitze – das Energie Forum Aachen – vor Kurzem zu einem Austausch eingeladen. Dabei heraus kam ein tolles Gespräch, bei dem wir viele Anregungen für die künftige Lehre adressieren konnten. Auch wenn ich persönlich nicht mehr von den Anpassungen profitieren werde, bin ich sehr dankbar, dass der Professor das Gespräch mit uns gesucht hat.

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