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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Autsch!

Autor:
Elke

Rubrik:
studium

02.06.2009

Gestern früh bin ich gegen zwölf mit einem kleinen Kater und Gesichtshaut in katastrophalem Zustand erwacht. „Das Böse verlässt den Körper"! stellt mein Papa in solchen Momenten ausgesprochen taktvoll fest. In meinem Fall war das wohl der Alkohol der vorherigen Nacht.

Nein, nicht nur im Studentenclub kann man ordentlich Spaß haben, auch in meiner Heimatstadt wird ab und zu ganz gut gefeiert. Aber irgendwas hatte ich falsch gemacht, denn zu meinem Brummschädel gesellten sich gegen Sonntagabend auch noch Zahnschmerzen. Das Timing, wie immer perfekt, denn für den Montag hatte ich einen Termin bei meinem alten und neuen Arbeitsgeber zwecks Praktikumsabsprache vereinbart. Super!

Montagmorgen, nach gefühlten zwei Stunden Schlaf, stand ich zur Abwechslung mal wirklich früh auf, um einen kurzfristigen Zahnarzttermin zu ergattern. Ich hatte das Glück auf meiner Seite und kam noch dran. Mein Arzt wollte mir schon Antibiotika verschreiben und fragte nebenbei, ob ich mir den ständig Probleme bereitenden Weisheitszahn nicht mal ziehen lassen wollte. Ich nickte brav, aber nur weil mir in dem Moment absolut nicht klar war, dass mein Arzt mit ‚mal‘ eigentlich ‚sofort‘ meinte. Ich, ein Freund von Zwischen- beziehungsweise Übergangslösungen, Sympathisantin des Wortes ‚vielleicht‘ und grundsätzlich Unentschlossene, musste jetzt da durch. „Wenn, dann gleich. Keine Angst. Es wird alles nicht so heiß gegessen, wie's gekocht wird", munterte mich der Arzt mit der großen Spritze in der Hand auf.

Fünf Minuten später war dann alles vorbei. Ohne großes TamTam und nennenswerte Schmerzen. Zumindest bis die Betäubung zu Hause nachließ. In der Zeit, in der ich weg war, hatte glücklicherweise mein Praktikumsbetreuer angerufen und unseren Termin am Nachmittag auf einen anderen Tag verschoben. Zum Glück, denn mittlerweile sah ich aus wie der Zwerghamster Hansi-Werner meines Kumpels.

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