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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Neun-Punkte-Bockwurst

Autor:
Elke

Rubrik:
studium

18.08.2009

Mein erster Praktikumstag beim Technischen Büro für Stromversorgung begann zunächst ganz harmlos mit Ersteinweisung, Kleidervergabe und der Regelung von organisatorischen Dingen wie Chipkarte, Büroschlüsselübergabe und Kennenlern-Runde in der Abteilung. Im Anschluss folgte gleich die Begehung einer Industrieanlage. Mit einer Gruppe aus neun Leuten wurden wir fast vier Stunden von einem begeisterten Vorruheständler umher geführt. Der Zweck war, mal wieder einen aktuellen Stand von den laufenden Baumaßnahmen im Unternehmen zu bekommen.

Nach sieben Stunden ohne Essen (Und mein letztes war lediglich ein Knäckebrot! Wer kann schon um 6 Uhr morgens ein vollwertiges Frühstück aufnehmen?) kamen wir ausgehungert am Zielort, einer Werkstatt an, bei der ein „Snack" auf uns wartete. Leider musste ich feststellen, dass dieser hoch angepriesene „Snack" eine von Weight Watchers mit neun Punkten deklarierte Bockwurst mit Brötchen und eine Tasse Kaffe (riecht gut, schmeckt aber meiner Meinung nach ungenießbar) war.

„Na toll!", dachte ich. „Ich kratze doch früh nicht meine Butter vom Brot, um mir dann mittags einen ‚Snack' einzuverleiben, der 80 Prozent meines Tagesenergiebedarfs ausmacht." Also schnappte ich mir meine Wasserflasche, sah mit knurrendem Magen den Anderen beim Essen zu und freute mich innerlich auf die Kantine, da ich zu dem Zeitpunkt noch hoffte, diese gleich im Anschluss von Innen zu sehen.

Beim Hoffen ist es dann allerdings auch geblieben. Wieder im Büro angekommen, eröffnete mir mein Betreuer, dass wir jetzt ganz schnell zu einer anderen Abteilung an einem anderen Standort fahren müssten, um etwas abzuholen. OK, soviel zur Kantine...

Als ich dann zum späten Nachmittag wieder zu Hause ankam, habe ich erst mal ordentlich Mittag gegessen und mir gleich Schnitten für den nächsten Tag gemacht. So etwas passiert mir nicht noch einmal ... Hungern, geht gar nicht!

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