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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Veranstaltungen nach eigenem Geschmack

Die Möglichkeiten, sich Vorlesungen rauszusuchen, die einen wirklich interessieren, waren im Hauptstudium eindeutig mehr geworden. Zwar gab es immer noch eine Reihe von Pflichtveranstaltungen, die mich nicht besonders interessierten, beispielsweise Finanzwirtschaft oder Unternehmensbesteuerung, insgesamt konnte man aber schon einiges nach seinem Geschmack gestalten.

Spannend fand ich besonders den Bereich umweltschonender und nachhaltiger Fertigungstechniken und die Gestaltung nachhaltiger Produktionssysteme. So entschied ich mich unter anderem die Veranstaltung Energie- und ressourcenschonende Metallbearbeitung zu besuchen. Hier wurden moderne, energiesparende Fertigungsverfahren und Techniken zur Reduktion des Schmiermitteleinsatzes behandelt. Aber auch die Anpassung der Arbeit an den Menschen, also gesundheitsgefährdende Aspekte, die es zu beachten gibt, wurden hier besprochen.

Eine weitere Vorlesung aus dem Bereich der Fertigungstechnik hatte den wenig sagenden Namen „Fertigung und Werkstoffverhalten“. Dahinter verbarg sich allerdings eine zwar sehr technische, aber für mich doch sehr interessante Vorlesung. Es ging hier um die Auswirkungen verschiedener Fertigungsverfahren auf die Eigenschaften der Werkstoffe. Die Erkenntnisse aus diesem Gebiet sind zum Beispiel im Leichtbau oder bei stark beanspruchten Bauteilen, wie sie in Windrädern zu finden sind, von Bedeutung.

Diese Vorlesungen, die ich mir auswählen konnte, ermöglichten es mir also, mich genau in die Richtung zu vertiefen, die mich interessierte.

Autor: Till  |  Rubrik: studium  |  Dec 4, 2009
Autor: Till
Rubrik: studium
Dec 4, 2009

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Meine Studienarbeit

Neben dem Lehrprojekt muss im Hauptstudium auch die Studienarbeit geschrieben werden. Ich hatte bereits die Vorlesung Ökobilanzen besucht und auch eine Laborübung hierzu belegt, und das Themenfeld hatte mich begeistert. Daher schrieb ich den Dozenten an und fragte, ob er nicht eine Studienarbeit in dem Bereich zu vergeben hätte. Nach einigen Wochen stand das Thema: Ich würde eigenständig eine Ökobilanz für verschiedene Komponenten eines solarthermischen Turmkraftwerkes erstellen. Was mir besonders daran gefiel war, dass die Arbeit in Kooperation mit dem Solarinstitut Jülich geschehen sollte und ich so auch einen Einblick in diese führende Forschungseinrichtung gewinnen konnte.

Bei einem Besuch in Jülich besichtigte ich das Kraftwerk. Der große Turm und das ihn umgebende Spiegelfeld waren schon sehr eindrucksvoll (für Interessierte: http://www.solarturmkraftwerk.de/de).

Für die Durchführung der Ökobilanz musste ich viele Daten sammeln. Neben einer Literaturrecherche arbeitete ich auch direkt mit den Unternehmen zusammen, die die Komponenten herstellten. Das konnte manchmal schon frustrierend sein, weil man Tage oder Wochen auf Mails oder Informationen warten musste, obwohl man eigentlich weiter machen wollte.

So brauchte ich für die Studienarbeit insgesamt dann doch viel länger, als ich mir eigentlich vorgenommen hatte ,und zum Schluss wurde die Zeit sehr knapp, weil ich mit meinem Praktikum anfangen wollte. Also schlug ich mir gegen Ende die eine oder andere Nacht um die Ohren, um die Arbeit fertigzubekommen. Am Ende schaffte ich es dann doch gerade so, fertig zu werden, und sogar mein Betreuer war mit dem Ergebnis zufrieden.

Autor: Till  |  Rubrik: studium  |  Dec 2, 2009
Autor: Till
Rubrik: studium
Dec 2, 2009

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Mal was anderes als Vorlesungen

Neben den Vorlesungen und Laborübungen gilt es, im Hauptstudium auch drei größere wissenschaftliche Arbeiten zu schreiben: die Studienarbeit, das Lehrprojekt sowie die Diplomarbeit. Während die Diplomarbeit den Abschluss des Studiums markiert, werden die andern zwei im Verlauf des Hauptstudiums geschrieben.

Für die Studienarbeit ist dabei ein Umfang von 300 Stunden angegeben, in denen eine wissenschaftliche Fragestellung alleine bearbeitet werden muss. Das Lehrprojekt hingegen erstreckt sich über zwei Semester und wird in einer Gruppe von mindestens fünf Studierenden bearbeitet. Hier hatte ich mich mit vier Studienkollegen bereits früh als Gruppe zusammengefunden. Gemeinsam machten wir uns auf die Suche nach einem Thema und wurden am Institut für Werkstofftechnik letztlich fündig. Unser Lehrprojekt sollte sich mit Ratingverfahren für Fertigungsbetriebe befassen. Mich reizte an dem Thema besonders, dass es technische und betriebswirtschaftliche Bereiche verknüpfte und somit für uns als angehende Wirtschaftsingenieure besonders geeignet war.

Unter Anleitung unseres Betreuers machten wir uns an die Arbeit. Wir wälzten Bücher, lasen wissenschaftliche Artikel und führten Umfragen zu Banken und Unternehmen durch. Sich hier selbst ein Vorgehen zu überlegen und eigene Ideen umzusetzen, machte mir viel Spaß und stellte eine tolle Abwechslung zum sonstigen Studium da. Unsere Gruppe entwickelte eine gute Dynamik und die Arbeit machte uns viel Freude, was dazu führte, dass wir eher viel zu viel machten als zu wenig.

Schließlich hatten wir einen Bericht von 250 Seiten geschrieben, den wir als letzte Hürde vor der Abgabe gemeinsam Korrektur lasen. Das nahm fast drei ganze Tage und Nächte in Anspruch, an denen wir so manches Mal an unsere Grenzen stießen. Aber hinterher war die Erleichterung umso größer, als wir den Bericht, in dem rund ein Jahr Arbeit steckte, einreichten.

Autor: Till  |  Rubrik: studium  |  Nov 30, 2009
Autor: Till
Rubrik: studium
Nov 30, 2009