Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Schicksal

Langsam beschleicht mich das Gefühl, dass mein Leben gar nicht so richtig in meinen Händen liegt. Es hat mit meiner Ausbildung angefangen (das hatte sich auch so mysteriös ergeben, von allein), ging mit meiner Arbeitsstelle und dem Studium weiter und jetzt ist es schon wieder passiert. Alle machen sich unendlich heiß bezüglich ihrer beruflichen Zukunft und ich sehe alles entspannt. Lasse die Zeit erst mal ran kommen, verschicke eine einzige Bewerbung, werde zum Gespräch eingeladen und jetzt hab ich den Job. Vielleicht gibt es ja das Schicksal wirklich.

Ich habe einen Arbeitsplatz in Berlin. In etwa einem Monat geht es los. Eine passende Wohnung konnte ich noch nicht finden, aber ich habe – ganz klischeehaft – trotzdem schon genaue Vorstellungen von meinem Badspiegel, dem Besteckset in der Küche und der Kissen-Gardinen-Kombination von IKEA in meinem zukünftigen Wohnzimmer.

Dabei habe ich meine Bachelorthesis noch nicht mal fertig. Ich dachte zwar schon vor zwei Wochen, dass ich fast vor der Vollendung stehe. Doch kommt man mit jedem neuen Buch wieder auf andere Ideen, baut nochmal das eine oder andere Kapitel um, schmeißt eine Grafik raus und fügt stattdessen lieber eine Tabelle ein.

Nächste Woche habe ich wieder einen Termin bei meinem Betreuer, um die letzten Fragen zu klären. Dann muss ich noch die übrigen Berechnungen beenden, meine Zusammenfassung und den Ausblick formulieren und dann war es das auch schon wieder.

Autor: Elke  |  Rubrik: studium  |  Feb 3, 2010
Autor: Elke
Rubrik: studium
Feb 3, 2010

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Frauenklischees & Krippenplätze

Diese Woche hatte ich mein erstes Vorstellungsgespräch. Nachdem ich am Abend des Vortages – auf der Suche nach einem seriösen Outfit – gezwungen war, meinen gesamten Kleiderschrank aus- und anschließend wieder einzuräumen, startete ich eine Telefonkonferenz mit meiner Schwester, einer in Sachen Vorstellungsgespräche fachkundigen Person. Nachdem ich einige wertvolle psychologische Tipps in mich aufgesogen hatte, fühlte ich mich gut vorbereitet und war überhaupt nicht aufgeregt. Auch am nächsten Tag nicht. Entspannt fuhr ich nach Berlin und war, trotz schlechtem Wetter und nicht gerade einwandfreien Straßenverhältnissen, überpünktlich am Ziel.

Nachdem ich mich zum Konferenzzimmer durchgefragt hatte, wartete ich noch einige Minuten und wurde dann auch gleich herein gerufen. Im Raum erwarteten mich fünf Leute. Vom Leiter über Personalreferenten bis zum Betriebsratsmitglied war alles vertreten. Das Gespräch, was übrigens fast eine Stunde gedauert hat, war sehr angenehm und freundlich. Meiner subjektiven Einschätzung nach habe ich mich wirklich gut geschlagen und bin überzeugend und motiviert aufgetreten. Die Frage ist nur, ob das die Entscheidungsträger auch so gesehen haben.

Leider war ich wieder mal den gängigen und teilweise nicht legitimen Fragen ausgesetzt, die mit 100prozentiger Wahrscheinlichkeit nur Frauen gestellt bekommen. „Sie müssten viele Dienstreisen machen und wären viel mit dem Auto unterwegs. Sehen Sie sich dieser Anforderung gewachsen?“ Diesbezüglich bediene ich keines der gängigen Frauen-Klischees und das teilte ich meinem Gegenüber auch, mit gedanklich hochgezogener Augenbraue, mit.

„Wie sieht ihre Familienplanung aus?“ Von meiner Schwester wusste ich, dass diese Frage eigentlich überhaupt nicht gestellt werden darf. Aber ich wollte mich dennoch äußern. Ich habe ja schließlich nicht dreieinhalb Jahre studiert, um mich dann gleich ausschließlich als Mutter und Hausfrau zu behaupten. „Ich möchte weder heute noch morgen ein Kind. Aber sollte ich mal eines haben wollen, habe ich gehört, dass es auch in Berlin Krippenplätze gibt.“

Autor: Elke  |  Rubrik: studium  |  Jan 27, 2010
Autor: Elke
Rubrik: studium
Jan 27, 2010

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Gefühlte 50 Zentimeter

Das neue Jahr hat begonnen und somit auch der Countdown bis zum Abgabetermin meiner Bachelorthesis. Bei täglich 10 Zentimetern (gefühlten 50 Zentimetern) Neuschnee und Temperaturen jenseits der, für einen Sommerliebhaber wie mich, vertretbaren Null Grad, arbeite ich mittlerweile größtenteils zu Hause an meiner Abschlussarbeit. In fünf Wochen muss ich fertig sein.

Nächste Woche habe ich noch ein, zwei Termine auf Arbeit und noch einen (wahrscheinlich) letzten mit meiner Professorin. Ich möchte gern noch letzte Fragen klären. Inhaltlicher sowie organisatorischer Art. Außerdem steht noch ein Vorstellungsgespräch in Berlin (Juhu!) auf dem Plan. Bin schon ganz vorfreudig. Allerdings auch aufgeregt, da Vorstellungsgespräche in der Vergangenheit ja nicht all zu oft vorkamen …

Am schwierigsten werden wohl die Fragen nach den eigenen Stärken und Schwächen zu beantworten sein. Ein paar Stärken zu finden, welche die Personaler an diesem Tag nicht schon an die 36 Mal gehört haben, ist ja schon eine echte Aufgabe, doch mit Schwächen ist das so eine Sache … Eigentlich ganz klar: Schokolade! Die Frage ist nur, ob ein Bewerbungsgespräch die richtige Plattform ist, um über seine ernährungstechnischen Entgleisungen zu sinnieren ;-)

 

Autor: Elke  |  Rubrik: studium  |  Jan 19, 2010
Autor: Elke
Rubrik: studium
Jan 19, 2010