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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Ein Mädchen in der Männerwelt - Wie es dazu kommen konnte (3/3)

Nach dreieinhalb Jahren beendete ich meine Ausbildung erfolgreich und ein neuer Abschnitt in meinem Leben begann. Nun galt es, sich auch in der Arbeitswelt zu behaupten. Ich blieb dem Unternehmen treu und verbrachte eineinhalb Jahre in einer Abteilung welche - logisch - von  Männern dominiert war.

Es war eine angenehme Zeit und bis auf kleine Reibereien mit wenigen Kollegen, die offensichtlich die Gleichstellung von Mann und Frau - mit Bier in der Hand - vorm Fernseher verschlafen hatten, kam ich mit allen sehr gut zurecht.

Ich sammelte unzählige Erfahrungen in den verschiedensten Arbeitsfeldern, lernte viele Leute kennen und  gewöhnte mich schnell an den Arbeitsalltag. So schnell, dass ich mir ab und zu die Frage stellte: „War es das jetzt?"

Die Antwort bot mir mein Chef, als er mich 2006 fragte, ob ich mir schon über meine Zukunft Gedanken gemacht habe. Klar. Er bot mir ein, vom Unternehmen gestütztes, Studium an einer Fachhochschule in der näheren Umgebung an.

Leicht ist mir die Entscheidung zum Studium dennoch nicht gefallen. Durch meine Ausbildung hatte ich eine grobe Vorstellung davon, was mich erwarten würde, und es machte mir Angst. Dennoch entschied ich mich, die Herausforderung anzunehmen. Denn Fakt war, wenn ich es schaffe, bin ich einer der wenigen Absolventinnen eines technischen Studiums und obendrein mit unvergleichbar guten Zukunftsperspektiven.

Autor: Elke  |  Rubrik: studium  |  Jul 9, 2008
Autor: Elke
Rubrik: studium
Jul 9, 2008

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Ein Mädchen in der Männerwelt - Wie es dazu kommen konnte (2/3)

Eine erneute Bewerbung, diesmal für einen ganz frauenuntypischen Ausbildungsberuf, war erfolgreich und auch wenn ich nicht wirklich wusste, was da auf mich zukommt, startete ich voller Neugier im September 2001 meine Ausbildung zur Energieanlagenelektronikerin.

„Am Anfang sind alle gleich blöd!" Sagte mein Papa, als er mich zur Kennenlernwoche brachte. Spätestens dort wurde mir auch klar, dass technische Berufe offensichtlich nicht Hauptanlaufpunkt für Frauen sind.  Mit 2 anderen Mädchen waren wir der Frauenanteil neben ca. 50 Jungs, die sich für Elektrotechnik, Mechatronik und Industriemechanik entschieden hatten. Ein Problem stellte diese Quote in den ganzen dreieinhalb Jahren nicht dar. Ganz im Gegenteil!

Es herrschte immer eine lockere, lustige und kollegiale Atmosphäre. Ohne Zickereien und mit viel Spaß.

Klar, war es nicht immer leicht, sich in die teilweise schwierigen technischen Zusammenhänge zu versetzen, aber mit ein bisschen Mühe kann man auch Dinge bewältigen, die man vorher für unmöglich gehalten hatte. Und ganz ehrlich, als Mädchen im Männerberuf  kann man doch schon stolz auf sich sein, wenn man einige der Jungs alt aussehen lässt.

 

Autor: Elke  |  Rubrik: studium  |  Jul 4, 2008
Autor: Elke
Rubrik: studium
Jul 4, 2008

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Ein Mädchen in der Männerwelt - Wie es dazu kommen konnte (1/3)

Mit 16 hatte ich ganz klare Vorstellungen davon, was ich nach Abschluss der Schule machen würde. Sommerferien! Und nach den 6 Wochen Freiheit?

In einer Gegend mit knapp 20 Prozent Arbeitslosenquote, sind die Zukunftschancen nicht gerade rosig. Ich beschloss, mich bei dem größten Arbeitgeber der Region um eine Ausbildungsstelle als Bürokauffrau zu bewerben. Als Ausweichmöglichkeit meldete ich mich bei einer weiterführenden Schule an, um mein Abitur nachzuholen.

Ich hatte das große Glück zu einem Eignungstest gebeten zu werden. Als kurze Zeit darauf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch im Briefkasten lag, schien mein weiterer Werdegang entschieden. Ich würde eine Lehre zur Bürokauffrau anfangen. Genau wie zirka 55.600 andere junge Frauen und Männer im Jahr 2001.

Vier Wochen später stand ich nervös in der Ausbildungsstätte meines zukünftigen Unternehmens, bereit für das Bewerbungsgespräch beim Chef.  Einer meiner Mitbewerber brauchte etwas länger, so wurde ich aufgefordert, in der Zeit Platz bei der Sekretärin zu nehmen.

Diese blätterte in meinen Bewerbungsunterlagen und frage mich, wo ich mich denn noch beworben hätte. Als ich die weiterführende Schule erwähnte, kramte sie einen Flyer für eine Ausbildung zur Energieanlagenelektronikerin aus ihrem Schubfach. „Wäre das nicht eher etwas für Sie? Da können Sie ihr Abitur dual zur Lehre machen."

Die fünf Minuten, die ich wartend bei dieser Frau verbrachte, veränderten mein Leben und nahmen einen ungeahnten Einfluss auf meine ganze Zukunft.

Autor: Elke  |  Rubrik: studium  |  Jun 27, 2008
Autor: Elke
Rubrik: studium
Jun 27, 2008

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