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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Schon wieder Prüfungen

Nun bin ich schon im vierten Semester und stehe wieder vor sechs Prüfungen. Bis jetzt lief alles nach Plan. Bis jetzt. Natürlich habe ich wieder Bedenken! Wie jedes Halbjahr. Vier Wochen Stress pur stehen vor mir.

„Man kann nicht einmal mehr richtig abgammeln, ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben", meinte neulich eine Freundin. Und so geht es mir auch, wenn ich nachdenklich auf meine halbfertige Formelsammlung für Elektrische Maschinen und Antriebe auf meinem Desktop starre. Das Anfertigen solcher Formelsammlungen (1 DIN A4-Blatt) ist erlaubt und sogar gewünscht. „Von der Hand in den Kopf", pflegen einige unserer Professoren ständig zu wiederholen. Nachschlagewerke und andere Bücher dagegen dürfen in den Prüfungen nicht verwendet werden.

Das Konzept meiner Fachhochschule geht auf, auch wenn einige das teilweise verschulte System mit vorgegebenem Stundenplan und Anwesenheitspflicht bemängeln. „Ein bisschen Druck hat noch keinem geschadet." Und wenn ich ehrlich bin, mir auch nicht. Einige meiner Mitstreiter nahmen es mit der Anwesenheitspflicht nicht ganz so ernst und nachdem sie sich morgens zwischen ‚Aufstehen‘ und ‚Weiterschlafen‘ öfter  für zweiteres entschieden hatten, ist unsere Studentengruppe innerhalb von zwei Jahren um 50 Prozent geschrumpft.

„Ziehen Sie bloß Ihr Studium bis zum Schluss durch!", sagte der Hochschuldekan mit hoffenden Blick und bittendem Unterton beim Bergfest vor einem Monat zu uns. Uns, dem kleinen Grüppchen aus 20 Personen, das geblieben ist, von einst 40 Studienanfängern des Studiengangs Elektrotechnik.

Autor: Elke  |  Rubrik: studium  |  Jul 30, 2008
Autor: Elke
Rubrik: studium
Jul 30, 2008

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Der ultimative Fitnesstest

In Anbetracht der immer teurer werdenden Spritpreise, habe ich gestern ein Experiment gewagt. Mit dem Fahrrad in die Fachhochschule. Klingt alltäglich, ist es aber bei 30 km (eine Strecke!) nicht. Das Wetter war gut und meine Motivation auch. Für diesen Tag stand nur ein Versuch in Nachrichtentechnik auf dem Plan.

Total seltsam war es, die Strecke die man sonst mit 50 bis 80km/h in 35 Minuten hinter sich bringt, auf dem Radel zu bestreiten. In mir kam sogar ein wenig Urlaubsstimmung auf, als ich an den vielen blühenden und duftenden Feldern und dem schönen großen See  vorbei radelte. Total entspannt und zufrieden, neben der ständigen Sitzerei auch mal etwas für meine Fitness gemacht zu haben, kam ich stolz nach 1 Stunde und 10 Minuten auf dem Campus an.

Mit meinem leicht zerrütteten Erscheinungsbild trat ich zum 2 Stunden-Versuch an. „Eigenschaften und Übertragungsverhalten elektrischer Leitungen" und ich musste feststellen: Meiner Auffassungsgabe hat mein kleines Sporterlebnis nicht geschadet, ganz im Gegenteil. Ich habe mir jetzt vorgenommen, dass das nicht mein einziger Trip mit dem Fahrrad an die Fachhochschule bleiben soll.

Autor: Elke  |  Rubrik: studium  |  Jul 22, 2008
Autor: Elke
Rubrik: studium
Jul 22, 2008

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Studienbeginn

Zum Wintersemester 2006 begann, nach 8 Wochen Vorbereitungskursen in Mathe und Physik, mein Studium zum Bachelor of Engineering. Zu meiner Freude hatten sich zwei meiner ehemaligen Ausbildungskollegen auch zum Studium entschieden. Das half mir sehr, denn so war ich nicht allein in der neuen, großen Welt einer Hochschule.

Alles war anders, neu und aufregend! Ich konnte es gar nicht fassen in einem richtigen Hörsaal mit echten Studenten und Professoren zu sitzen. Mitschriften anfertigen, Vorlesungs- und Seminarräume suchen, in der Mensa essen und Praktika machen.

Ich habe mich schnell mit vielen Leuten angefreundet und das Studium mit allen seinen überwiegend guten und geringfügig weniger schönen Aspekten schätzen gelernt. Wenn man bereit ist, für den Zeitraum eines Studiums auf das große Geld zu verzichten, kann man wertvolle Erfahrungen sammeln und investiert unschätzbar viel in seine Zukunft. Das ist mir schnell klar geworden.

Das erste Semester war zwar stressig, verging aber trotzdem wie im Flug. Wir hatten 5 Fächer in denen am Ende des Studienhalbjahres je eine Modulprüfung abgelegt werden musste. Auf die Prüfungen wurden wir während der Vorlesungswochen gut vorbereitet, indem wir wöchentlich Übungsaufgaben in Mathe, Elektrotechnik und Informatik abgeben mussten. Natürlich hatte ich vor den Erstsemesterprüfungen besonders viel Bedenken, aber das freundschaftliche Verhältnis zwischen den wenigen Studierenden in meiner Studienrichtung war und ist einzigartig und half mir alle Befürchtungen zu zerschlagen. Seit dem ersten Semester unterstützt jeder jeden. Vor allen Prüfungen sitzen wir zusammen, wiederholen den Stoff, rechnen Übungsaufgaben und motivieren uns gegenseitig.

Autor: Elke  |  Rubrik: studium  |  Jul 15, 2008
Autor: Elke
Rubrik: studium
Jul 15, 2008