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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Die ersten Wochen an der Uni

Autor:
Till

Rubrik:
studium

14.08.2008

Die erste Zeit an der Uni begann feucht fröhlich mit der Orientierungswoche. Neben Informationsveranstaltungen zum Ablauf des Studiums und anderem organisatorischen Zeugs, bedeutete dies hauptsächlich lustige Unternehmungen wie Grillabende mit Bier und Wurst zum Selbstkostenpreis oder eine Besichtigung der Becks Brauerei.

Aber auch ein Mathe-Vorbereitungskurs stand auf dem Programm. Wie die meisten anderen, nahm ich dieses Angebot wahr. Es erschien als eine gute erste Möglichkeit die eigenen Kenntnisse auf die Probe zu stellen. Doch stellte sich der vorgetragene Stoff als so leicht und grundlegend heraus, dass niemand überfordert wurde und wir alle motiviert in die nächste Woche gingen.

Es begannen die „richtigen" Vorlesungen: Auf der technischen Seite standen Mechanik, Mathe, Physik und Konstruktionslehre an. Dazu kamen noch Rechnungswesen, Marketing, Produktion und Logistik als wirtschaftliche Vorlesungen. In den technischen Fächern waren auch noch Übungen oder Tutorien auf dem Programm, was insgesamt einen Umfang von 30 Stunden in der Woche bedeutete. Von Freunden, die andere Fächer im ersten Semester studierten, deutlich weniger Stunden und dazu meistens auch noch den einen oder anderen ganz freien Tag hatten, wurde man dafür wenig beneidet. Denn dies bedeutete nicht nur einfaches Herumsitzen in den Vorlesungen: Für die Tutorien waren Übungszettel vorzubereiten und in Physik führten wir Versuche durch zu denen umfangreiche Versuchsprotokolle abzuliefern waren. Dazu empfahlen die verschiedenen Professoren noch zusätzliche Literatur und Aufgaben, die man im anfänglichen Übermut natürlich auch bearbeiten wollte. Bis man die Fähigkeit erworben hatte, Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden zu können, verging noch einige Zeit und angesichts dieses gewaltig anmutenden Arbeitsberges stellte sich schon die Frage, wie dies auf Dauer durchzuhalten wäre.

 

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