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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Die Lehre vom Gleichgewicht der Kräfte

Was einem neben Mathe wohl in fast allen ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen begegnen wird, ist Mechanik und dort am Anfang insbesondere das Teilgebiet der Statik. Für diejenigen, die in Physik nicht aufgepasst haben, dies ist die Lehre vom Gleichgewicht der Kräfte an ruhenden Körpern.

Was jetzt nicht besonders spannend klingt, stellte sich bei näherer Betrachtung auch als nicht besonders spannend heraus, ausgenommen natürlich man bringt eine außergewöhnliche Begeisterung für die hier betrachteten physikalischen Vorgänge mit.

Der Inhalt besteht im Wesentlichen darin, die Kräfte und Spannungen, die in einem Körper unter verschiedenen Belastungszuständen wirken, zu berechnen. Je weiter die Vorlesung fortschreitet, desto komplizierter wird das Ganze. Der praktische Bezug kommt dabei aber leider ziemlich kurz, und so hörten sich die meisten Vorlesungen an, wie eine wilde Aneinanderreihung griechischer Buchstaben (zwei sigma-eta-eta minus tau-eta-xi usw.).

Unser Professor und seine Mitarbeiter waren sich dieser Tatsache aber durchaus bewusst und boten neben der Vorlesung zahlreiche Möglichkeiten, sich bei Problemen Hilfe zu holen. Dazu zählte beispielsweise auch die Möglichkeit sich an die Mitarbeiter des Lehrstuhls zu wenden, die einem dann tatsächlich mit viel Geduld zur Seite stehen. Sie konnten den Ansturm an Studierenden auch problemlos bewältigen, da nur wenige dieses Angebot wahrnahmen.

Ich kann aber nur empfehlen, wann immer man solche Angebote bekommt, diese auch zu nutzen, da man so nicht nur kompetente Hilfe bekommt, sondern auch deutlich schneller voran kommt, als wenn man versucht sich alles selbst beizubringen.   

Autor: Till  |  Rubrik: studium  |  Aug 29, 2008
Autor: Till
Rubrik: studium
Aug 29, 2008

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Ein Tag unter Hochspannung

Wer meint, Elektrotechnik ist ein trockenes und theoretisches Studium, war noch nie in einem Hochspannungslabor. Futuristische Anlagen sind in dem schallisolierten, riesengroßen Raum  untergebracht. Wir hatten hier im vierten Semester drei Versuche zum Themengebiet Hochspannungs- und Isoliertechnik, Isolatoren, Elektroden- und Barriereanordnungen. Jeder Versuch dauerte ungefähr zwei bis drei Stunden und war immer aufregend.

Nach einer Einweisung, die uns davor bewahren sollte, dass wir unsere Fähigkeiten als lebender Isolator testen, ging es los. Sicherheitstür zu, Spannung an, Licht aus - Man will ja auch was sehen beim ‚Durchschlagsversuch‘.

Der Laboringenieur dreht langsam an der Spannung. Ich höre wie das bedrohliche Rauschen und Knistern der Hochspannung allmählich lauter und lauter wird. Die Atmosphäre ist ein wenig unheimlich. Wie immer bin ich die Einzige, die sich kurz vorm Durchschlag, wie ein kleines Kind zu Silvester, die Ohren zuhält.

Ein großer Blitz, ein lauter Knall und alles ist vorbei. Messwerte aufnehmen, Versuchsaufbau ändern und dann geht es von vorne los. Es gibt Labore, die bringt man einfach hinter sich. Nicht immer ist alles super interessant. Doch die Versuche in der Hochspannungshalle waren definitiv immer etwas Besonderes. Wer kann denn sonst von seinem Studium berichten, dass er mittels elektrischem Wind eine Kerze ausgepustet hat?

Autor: Elke  |  Rubrik: studium  |  Aug 27, 2008
Autor: Elke
Rubrik: studium
Aug 27, 2008

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Mathe für Ingenieure

Die Mathe-Vorlesungen stellten sich auch weiterhin als die mit am arbeitsintensivsten heraus. Nicht umsonst gehören sie ja in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen zu den wohl am meisten gefürchteten Vorlesungen im ganzen Studium. Schon bevor man überhaupt anfängt zu studieren, hat man viele Schreckensgeschichten über die gefährliche Ingenieursmathematik gehört. Sätze wie „Oh Ingenieur, da bist du wohl gut in Mathe" hört man häufiger.

Hat man aber erstmal angefangen zu studieren, stellt es sich dann doch als nicht ganz so dramatisch heraus. Natürlich ist eine große Stoffmenge zu bewältigen und der Inhalt ist auch nicht ohne. Wenn man sich allerdings erstmal eine Weile damit beschäftigt hat, gewöhnt man sich doch recht schnell daran, mit dieser Stoffmenge umzugehen und lernt Wichtiges von Unwichtigem zu trennen.

Auch wenn es jedes neue Thema wieder schaffte Reaktionen hervor zu rufen wie „Das verstehe ich doch nie!", dauerte es meistens nicht lange, bis man sich eingearbeitet hatte. Hier jedoch zeigten sich schon deutliche Unterschiede zwischen uns Studierenden. Die, die gerade aus der Schule kamen und dort auch nicht schlecht in Mathe gewesen waren, hatten dabei eher weniger Probleme. Aber andere, die nach der Schule erstmal eine Ausbildung gemacht hatten oder sich in anderen Studiengängen versucht hatten und so schon länger nicht mehr gezwungen waren, Mathe zu lernen, mussten mehr Zeit investieren um mitzuhalten.

Autor: Till  |  Rubrik: studium  |  Aug 25, 2008
Autor: Till
Rubrik: studium
Aug 25, 2008