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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Ein Tag unter Hochspannung

Autor:
Elke

Rubrik:
studium

27.08.2008

Wer meint, Elektrotechnik ist ein trockenes und theoretisches Studium, war noch nie in einem Hochspannungslabor. Futuristische Anlagen sind in dem schallisolierten, riesengroßen Raum  untergebracht. Wir hatten hier im vierten Semester drei Versuche zum Themengebiet Hochspannungs- und Isoliertechnik, Isolatoren, Elektroden- und Barriereanordnungen. Jeder Versuch dauerte ungefähr zwei bis drei Stunden und war immer aufregend.

Nach einer Einweisung, die uns davor bewahren sollte, dass wir unsere Fähigkeiten als lebender Isolator testen, ging es los. Sicherheitstür zu, Spannung an, Licht aus - Man will ja auch was sehen beim ‚Durchschlagsversuch‘.

Der Laboringenieur dreht langsam an der Spannung. Ich höre wie das bedrohliche Rauschen und Knistern der Hochspannung allmählich lauter und lauter wird. Die Atmosphäre ist ein wenig unheimlich. Wie immer bin ich die Einzige, die sich kurz vorm Durchschlag, wie ein kleines Kind zu Silvester, die Ohren zuhält.

Ein großer Blitz, ein lauter Knall und alles ist vorbei. Messwerte aufnehmen, Versuchsaufbau ändern und dann geht es von vorne los. Es gibt Labore, die bringt man einfach hinter sich. Nicht immer ist alles super interessant. Doch die Versuche in der Hochspannungshalle waren definitiv immer etwas Besonderes. Wer kann denn sonst von seinem Studium berichten, dass er mittels elektrischem Wind eine Kerze ausgepustet hat?

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