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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Hier wird ausgesiebt?

Autor:
Till

Rubrik:
studium

12.09.2008

Schon vor der ersten Vorlesung „Rechnungswesen und Buchhaltung" wurden wir von Studierenden in höheren Semestern vorgewarnt, was uns hier erwarten würde. Der Professor begann erstmal damit, uns zu erzählen, was er für hohe Ansprüche hätte. Und dass er es als seine Aufgabe ansähe, einen guten Teil der Studierenden „rauszuprüfen", da er im Hauptstudium lieber kleinere Seminare hätte. Als unerfahrener „Ersti" kann einem so etwas dann auch schon mal Angst bereiten. Er fuhr damit fort, dass wir nach genauerer Beobachtung auch bemerken würden, was für eine Partei er wählte. Seine gelbe Fliege gab uns erste Hinweise.

Schnell stellte sich heraus, dass er selbst an seine Vorlesung wohl nicht so hohe Ansprüche stellte. Meistens zeigte sich hier nicht der Professor selbst, sondern er ließ die Vorlesung von einem Mitarbeiter halten. Die sehr schlicht gestalteten Overhead-Folien harmonierten gut mit dem unglaublich monoton vorgetragenen Stoff.

Das konzentrierte Zuhören fiel nicht nur mir unglaublich schwer, und wir fragten uns, ob es nicht sinnvoller wäre, die Zeit dann doch anders zu nutzen. Meistens siegte dann allerdings das schlechte Gewissen und man ging doch in die Vorlesung. Die hohen Durchfallquoten sorgten dabei für zusätzliche Motivation.

Einige Kommilitonen nahmen auch ein Angebot von Studierenden in höheren Semestern an. Diese boten kostenpflichtige (!) Tutorien an, in denen der Stoff nachbereitet wurde. Doch mir erschien das irgendwie suspekt, und letzten Endes hat es auch ohne diese Tutorien funktioniert.

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