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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Hier wird ausgesiebt?

Schon vor der ersten Vorlesung „Rechnungswesen und Buchhaltung" wurden wir von Studierenden in höheren Semestern vorgewarnt, was uns hier erwarten würde. Der Professor begann erstmal damit, uns zu erzählen, was er für hohe Ansprüche hätte. Und dass er es als seine Aufgabe ansähe, einen guten Teil der Studierenden „rauszuprüfen", da er im Hauptstudium lieber kleinere Seminare hätte. Als unerfahrener „Ersti" kann einem so etwas dann auch schon mal Angst bereiten. Er fuhr damit fort, dass wir nach genauerer Beobachtung auch bemerken würden, was für eine Partei er wählte. Seine gelbe Fliege gab uns erste Hinweise.

Schnell stellte sich heraus, dass er selbst an seine Vorlesung wohl nicht so hohe Ansprüche stellte. Meistens zeigte sich hier nicht der Professor selbst, sondern er ließ die Vorlesung von einem Mitarbeiter halten. Die sehr schlicht gestalteten Overhead-Folien harmonierten gut mit dem unglaublich monoton vorgetragenen Stoff.

Das konzentrierte Zuhören fiel nicht nur mir unglaublich schwer, und wir fragten uns, ob es nicht sinnvoller wäre, die Zeit dann doch anders zu nutzen. Meistens siegte dann allerdings das schlechte Gewissen und man ging doch in die Vorlesung. Die hohen Durchfallquoten sorgten dabei für zusätzliche Motivation.

Einige Kommilitonen nahmen auch ein Angebot von Studierenden in höheren Semestern an. Diese boten kostenpflichtige (!) Tutorien an, in denen der Stoff nachbereitet wurde. Doch mir erschien das irgendwie suspekt, und letzten Endes hat es auch ohne diese Tutorien funktioniert.

Autor: Till  |  Rubrik: studium  |  Sep 12, 2008
Autor: Till
Rubrik: studium
Sep 12, 2008

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Der Physik-Leistungskurs zahlt sich aus

Zu den Pflichtveranstaltungen im ersten Semester gehörte auch die Veranstaltung „Physik für Ingenieure". Diese teilte sich auf in eine Vorlesung und Laborübungen, in denen man in kleinen Gruppen Versuche machte und diese in umfangreichen Protokollen dokumentierte.

An der Vorlesung schieden sich die Geister wie sonst fast nie: Während einige den ganzen Stoff bereits aus der Schule kannten - zu denen gehörte auch ich, da ich Physik-LK hatte - verfügten andere über fast kein Vorwissen und mussten dies durch entsprechende Mehrarbeit ausgleichen. Für die Erstgenannten bedeutete dies, dass man die Vorlesung getrost ausfallen lassen konnte und so den gesamten Freitag frei hatte!

Spannender waren da schon die Laborübungen, die außerdem Pflicht waren. Hier bestimmte man Trägheitsmomente, untersuchte das Verhalten von Wasserdampf oder ermittelte experimentell die Schallgeschwindigkeit. Die dabei anfallenden Messergebnisse trugen wir in Listen ein, auf deren Basis man dann später Graphen erstellen, Gleichungen ableiten und Konstanten bestimmen konnte.

Diese Übungen waren im ersten Semester eine sehr willkommene Abwechslung zu den ansonsten recht trockenen und abstrakten Inhalten aus den anderen Veranstaltungen. Tatsächlich mal Wissen praktisch anzuwenden, war etwas, wozu man in der Anfangsphase des Studiums eher selten Gelegenheit hatte.

Autor: Till  |  Rubrik: studium  |  Sep 9, 2008
Autor: Till
Rubrik: studium
Sep 9, 2008

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Ungewohnte Freizeit

Fünf Wochen frei hören sich immer erstmal sehr gut an, nur nach den ersten zwei Wochen fängt man immer irgendwie an, sich ein wenig zu langweilen. Das war bei mir schon in der Schule während der Sommerferien  so. Eigentlich unglaublich, immerhin freut man sich ja ein ganzes Semester darauf und wenn man dann mitten drin steckt, ist alle Euphorie verflogen.

Meiner Freundin beim Um- und Einzug helfen, feiern gehen und anschließend endlich mal richtig ausschlafen, DVD-Abende und Tagesausausflüge mit meinem Freund und stundenlang im Garten liegen und Romane lesen. Ok, soweit. Aber was mache ich mit all der restlichen Zeit?

Seit kurzem habe ich mir ein neues Hobby zugelegt welchem ich, bei dem schönen Wetter, ausreichend frönen kann. Gartenarbeit. Das finde ich zwar ein wenig  bedenklich in Anbetracht der Tatsache, dass ich 23 Jahre jung bin, aber die Schuld gebe ich, unter anderem, den zahllosen Gartengestaltungssendungen im Fernsehen.

Einen Trip ins Ausland habe ich für dieses Jahr nicht geplant. Zum einen weil ich mein Urlaubsbudget schon vor längerer Zeit bei H&M umgesetzt habe und zum anderen, weil das Wetter in Deutschland meistens viel toller ist als in den meisten Urlaubsregionen. Im letzten Jahr war ich vier Wochen auf Bali. Es war total schön und quasi unübertreffbar. Also kann ich mich dieses Jahr getrost an einen der zahllosen Seen des Lausitzer Seenlandes legen, ohne Angst zu haben irgendwo irgendetwas zu verpassen.

Autor: Elke  |  Rubrik: studium  |  Sep 2, 2008
Autor: Elke
Rubrik: studium
Sep 2, 2008