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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Einmal reinhängen erspart viel Arbeit

Das Thema Rechnungswesen verfolgt einen gleich mehrere Semester. Es gibt Vorlesungen zum Thema Buchhaltung, zum internen und zum externen Rechnungswesen. Daher kann es nur von Nutzen sein, sich dem Thema nicht völlig zu verschließen.

Tatsächlich stellten sich die verschiedenen Bereiche des Rechnungswesens als gar nicht so kompliziert dar, wie es die hohen Durchfallquoten vermuten lassen. Wenn man mal von den wirklich drögen Vorlesungen Abstand nahm und sich selbst mit den Inhalten befasste, erschien schnell vieles klarer.

Gerade der Bereich externes Rechnungswesen, der sich unter anderem mit der Erstellung von Jahresabschlüssen befasst und Buchhaltung sind zwar gut, um mal von ihnen gehört zu haben, viel mehr sollte man als Wirtschaftsingenieur aber später nicht damit zu tun haben. Nichts desto trotz kann ich nur empfehlen hier dennoch Arbeit reinzustecken. Wirklich viele aus den höheren Semestern schleppen diese Prüfungen jahrelang mit sich rum und da ist es dann doch besser, sich einmalig reinzuhängen.

Allerdings gehöre ich auch zu dem letzten Jahrgang des Diplomstudienganges. Hier hat man noch die Möglichkeit unbenotete Scheine so oft man will zu wiederholen. Mit der Umstellung auf Bachelor sieht das mittlerweile ganz anders aus. Hier zählt in jeder Prüfung die Note und man hat insgesamt nur noch drei Versuche. Das soll auch dazu dienen, die Studenten zum schnelleren Studieren anzuspornen. Und tatsächlich zeigendie Bachelor-Studenten an unserer Uni gerade in solchen Fächern deutlich bessere Ergebnisse.

Autor: Till  |  Rubrik: studium  |  Sep 26, 2008
Autor: Till
Rubrik: studium
Sep 26, 2008

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Die Welt des Marketing

Die Ansprüche in den technischen und wirtschaftlichen Vorlesungen waren sehr unterschiedlich. Während es in den technischen Vorlesungen eher darum ging, Inhalte zu verstehen und auf verschiedene Aufgabentypen anwenden zu können, musste man in den wirtschaftlichen Fächern eher eine große Menge Stoff auswendig lernen.

Ich persönlich konnte mich eher mit dem Lernen für die technischen Fächern anfreunden. Doch viele die weniger mathematisch oder technisch begabt waren, hatten da genau gegensätzliche Vorlieben.

Die Stoffmenge gerade in Marketing war wirklich nicht ohne. Zusätzlich zu den Inhalten der Vorlesung wurden pro Vorlesung zirka 150 bis 250 Seiten aus einem Buch empfohlen, die man dazu doch nachbereiten sollte und Aufgaben angegeben, die man auch noch bearbeiten sollte. Am Anfang schluckte ich ganz schön angesichts dieses Arbeitsberges. Doch nachdem ich mich mit höheren Semestern beraten hatte, erfuhr ich, dass das alles für die Klausur gar nicht nötig ist und dort nur die Folien abgefragt werden.

Inhaltlich war Marketing aber echt interessant. Der Stoff war weniger trocken als in vielen anderen Vorlesungen und wurde mit vielen Beispielen aus der Praxis ergänzt. Was in Marketing alles gelehrt wird, lässt sich schlecht in zwei Sätzen sagen. Marketing bedeutet so viel wie marktorientierte Unternehmensführung. Werbung ist zwar auch ein kleiner Teil von Marketing, hat aber weniger damit zu tun als man landläufig annimmt. Es geht unter anderem darum, Wettbewerbsvorteile zu erkennen und zu erarbeiten, Preise richtig festzusetzen und Entscheidungen über die Produktvielfalt zu treffen. Zusammen mit passenden Beispielen etwa aus dem Automobilbereich war das Thema schon ganz spannend.

Autor: Till  |  Rubrik: studium  |  Sep 24, 2008
Autor: Till
Rubrik: studium
Sep 24, 2008

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Wie lärmende Studierende plötzlich ganz ruhig werden

Nicht nur die technischen Vorlesungen machten mir am Anfang des Studiums zu schaffen. Auch im wirtschaftlichen Teil des Studiums gab es einige Brocken zu bewältigen. So zum Beispiel die Marketing-Vorlesung. Diese war auch gleichzeitig eine der überfülltesten Veranstaltungen, da sie nicht nur von uns Wirtschaftsingenieuren, sondern auch von Wirtschaftswissenschaftlern und BWLern besucht wurde. Das bedeutete eine Masse von bis zu 600 Studierenden, die regelmäßig zu der Vorlesung in den Hörsaal drängten. Daraus ergab sich ein naturgemäß hoher Lärmpegel.

Doch der Professor hatte seine eigene Methode damit umzugehen: Er ermahnte die Studierenden ruhig zu sein und machte dann einen Strich an die Tafel. Nach dem dritten Strich packte er - ohne noch was zu sagen - seine Sachen ein und ging.

Das kam zum Glück nur sehr selten vor, sorgte aber gerade beim ersten Mal für viele ungläubige Blicke unter uns Studenten. Dieser Auftritt verfehlte seine Wirkung nicht. Schon beim nächsten Mal war es insgesamt deutlich ruhiger und man besann sich mehr und mehr darauf, tatsächlich der Vorlesung zu folgen.

Die Unterschiede zu den technischen Veranstaltungen: Während dort eher komplizierte Sachverhalte oder Phänomene erklärt wurden und der Professor dazu Formeln und deren Herleitungen anschrieb, wurden in Marketing pro Veranstaltung 30 Powerpoint Folien vorgetragen. Dahinter steckte schon eine Menge Theorie und Inhalte, aber letzlich ging es weniger um Verständnis als mehr um stumpfes Auswendiglernen.

Autor: Till  |  Rubrik: studium  |  Sep 16, 2008
Autor: Till
Rubrik: studium
Sep 16, 2008