interaktiv

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Wie lärmende Studierende plötzlich ganz ruhig werden

Autor:
Till

Rubrik:
studium

16.09.2008

Nicht nur die technischen Vorlesungen machten mir am Anfang des Studiums zu schaffen. Auch im wirtschaftlichen Teil des Studiums gab es einige Brocken zu bewältigen. So zum Beispiel die Marketing-Vorlesung. Diese war auch gleichzeitig eine der überfülltesten Veranstaltungen, da sie nicht nur von uns Wirtschaftsingenieuren, sondern auch von Wirtschaftswissenschaftlern und BWLern besucht wurde. Das bedeutete eine Masse von bis zu 600 Studierenden, die regelmäßig zu der Vorlesung in den Hörsaal drängten. Daraus ergab sich ein naturgemäß hoher Lärmpegel.

Doch der Professor hatte seine eigene Methode damit umzugehen: Er ermahnte die Studierenden ruhig zu sein und machte dann einen Strich an die Tafel. Nach dem dritten Strich packte er - ohne noch was zu sagen - seine Sachen ein und ging.

Das kam zum Glück nur sehr selten vor, sorgte aber gerade beim ersten Mal für viele ungläubige Blicke unter uns Studenten. Dieser Auftritt verfehlte seine Wirkung nicht. Schon beim nächsten Mal war es insgesamt deutlich ruhiger und man besann sich mehr und mehr darauf, tatsächlich der Vorlesung zu folgen.

Die Unterschiede zu den technischen Veranstaltungen: Während dort eher komplizierte Sachverhalte oder Phänomene erklärt wurden und der Professor dazu Formeln und deren Herleitungen anschrieb, wurden in Marketing pro Veranstaltung 30 Powerpoint Folien vorgetragen. Dahinter steckte schon eine Menge Theorie und Inhalte, aber letzlich ging es weniger um Verständnis als mehr um stumpfes Auswendiglernen.

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