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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Rückreise Teil 1

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

24.11.2016

Allein, ohne Handy, in Rumänien – so fand ich mich auf der Rückreise von der Vollversammlung des europäischen Studierendenvereins AEGEE in der schönen Stadt Timisoara wieder. Das Handy wurde mir an meinem letzten Tag in Moldawien geklaut, und allein in Rumänien war ich deshalb, weil ich als Sparfuchs so mit den Flügen getrickst hatte, dass kein anderer AEGEEler diese Route gewählt hatte. Zwei Flüge für insgesamt 20 Euro beinhalteten nämlich einen Tag Aufenthalt in Timisoara, einer wunderschönen, überschaubaren Stadt im Westen Rumäniens. Bis dato fühlte ich mich ohne Handy eigentlich ganz wohl. Das einzige Problem war aus meiner Sicht, dass Familie und Freund meinen Trip als relativ abenteuerlich empfanden und sich wahrscheinlich ab und zu über ein kleines Lebenszeichen gefreut hätten.
Außerdem erwies es sich als nicht ganz so einfach, jemanden zu finden, der mit der rumänischen Nummer des AEGEElers etwas anfangen konnte, bei dem ich in dieser Nacht unterkommen wollte. Dank vieler netter Leute mit erstaunlich guten Englischkenntnissen fand ich ihn gegen Abend aber doch noch. Er nahm mich mit zum Einkaufen auf den Markt, kochte anschließend für die ganze Etage in seinem Wohnheim und der Abend wurde zu einem bunten Treffen verschiedenster Kulturen.
Am nächsten Tag schlief ich etwas länger als geplant, hetzte daraufhin auf gut Glück durch die halbe Stadt zu dem Bus, mit dem ich auch vom Flughafen ins Zentrum gekommen war und fand dort wieder eine nette Rumänin, die mir erklärte, wie man an ein Ticket kommt, und dass der Bus in einer halben Stunde kommen würde. Wir unterhielten uns über die Wartezeit und bis wir am Flughafen waren, da sie auch dorthin musste. Dabei erfuhr ich unglaublich viel über das Land und dass ich extrem Glück gehabt hatte mit dem Bus, da dieser nur drei Mal am Tag fährt. Die Sicherheitsschleuse konnte ich auch innerhalb weniger Minuten passieren und das Boarding fing genau an, als ich das richtige Gate gefunden hatte. Bis hier hin lief die Rückreise also wie geschmiert ...

Frühere Beiträge von Katha sind auf ihrer Übersichtsseite zu finden.

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