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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Oh Tannenbaum

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

22.12.2016

Entgegen der üblichen Weihnachtsgewohnheit meiner Familie haben wir am Sonntag spontan einen Weihnachtsbaum gekauft. Normalerweise sind wir über Weihnachten immer irgendwo tief in den Alpen zum Skifahren, da würde ein Christbaum zuhause im Wohnzimmer keinen Sinn machen. Dank des Klimawandels hieß es aber in der Wettervorhersage – wie auch schon voriges Jahr –, dass bis Weihnachten wahrscheinlich selbst die Alpen großflächig grün bleiben werden. Deshalb verzichteten wir auf den Skiurlaub und es musste dieses Jahr ein Nadelbaum für uns dran glauben.
Die ersten Nachbarn fragten noch am selben Tag vorsichtig an, ob es Oma und Opa gut ginge, denn sie hätten da etwas Ungewöhnliches bei uns im Fenster entdeckt. Und selbst mein Freund prüfte beim Hereinkommen mit einem skeptischen Blick, ob ihm nicht eine der Lichterketten einen optischen Streich spielte. Mein Vater verteidigte sich gegenüber allen konsequent, dass Mama und ich die treibende Kraft hinter dieser Aktion waren. Aber sehr schön ist er trotz allem geworden, unser Christbaum. Denn obwohl wir bislang nie einen Weihnachtsbaum hatten, verfügen wir trotzdem über mehrere Kilo Baumschmuck, allem voran ein wunderschönes Set orangefarbener Christbaumkugeln. Da Papa ohnehin ein Faible für Außenbeleuchtung hat, erstrahlen jetzt auch das Terrassengeländer und der Rhododendron vor dem Haus in weihnachtlichem Gold.
Zum Glück gibt mir ein Geburtstag am 23. Dezember Anlass dazu, die letzte Uniwoche vor dem Jahreswechsel mit ruhigem Gewissen zu verkürzen. Um Freitag pünktlich zum Brunch zu sein, muss ich ja zwangsläufig schon Donnerstag wieder nach Hause fahren – klar, oder? Ich melde mich dann im neuen Jahr wieder – bis dahin frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

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