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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Oh Tannenbaum

Entgegen der üblichen Weihnachtsgewohnheit meiner Familie haben wir am Sonntag spontan einen Weihnachtsbaum gekauft. Normalerweise sind wir über Weihnachten immer irgendwo tief in den Alpen zum Skifahren, da würde ein Christbaum zuhause im Wohnzimmer keinen Sinn machen. Dank des Klimawandels hieß es aber in der Wettervorhersage – wie auch schon voriges Jahr –, dass bis Weihnachten wahrscheinlich selbst die Alpen großflächig grün bleiben werden. Deshalb verzichteten wir auf den Skiurlaub und es musste dieses Jahr ein Nadelbaum für uns dran glauben.
Die ersten Nachbarn fragten noch am selben Tag vorsichtig an, ob es Oma und Opa gut ginge, denn sie hätten da etwas Ungewöhnliches bei uns im Fenster entdeckt. Und selbst mein Freund prüfte beim Hereinkommen mit einem skeptischen Blick, ob ihm nicht eine der Lichterketten einen optischen Streich spielte. Mein Vater verteidigte sich gegenüber allen konsequent, dass Mama und ich die treibende Kraft hinter dieser Aktion waren. Aber sehr schön ist er trotz allem geworden, unser Christbaum. Denn obwohl wir bislang nie einen Weihnachtsbaum hatten, verfügen wir trotzdem über mehrere Kilo Baumschmuck, allem voran ein wunderschönes Set orangefarbener Christbaumkugeln. Da Papa ohnehin ein Faible für Außenbeleuchtung hat, erstrahlen jetzt auch das Terrassengeländer und der Rhododendron vor dem Haus in weihnachtlichem Gold.
Zum Glück gibt mir ein Geburtstag am 23. Dezember Anlass dazu, die letzte Uniwoche vor dem Jahreswechsel mit ruhigem Gewissen zu verkürzen. Um Freitag pünktlich zum Brunch zu sein, muss ich ja zwangsläufig schon Donnerstag wieder nach Hause fahren – klar, oder? Ich melde mich dann im neuen Jahr wieder – bis dahin frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Dec 22, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Dec 22, 2016

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Weihnachtsstimmung

In Aachen weihnachtet es wieder. Und wenn es in Aachen weihnachtet, dann auch überzeugend. Mit den vielen Ständen der Printenbäckereien, die um den Dom und das Rathaus herum aufgebaut sind, hat der Weihnachtsmarkt eine wunderbar stimmungsvolle Kulisse, die ihm ein sehr gemütliches, eigenes Flair verleiht. Das scheinen auch Massen von Belgiern, Holländern und anderen Europäern anzuerkennen, die sich in die Aachener Weihnachtsmarktshuttles setzen und vor den Glühweinbuden einen bunten Sprachenmix verursachen. Außerdem erstrahlt das Ponttor, ein beeindruckend großes Tor der ursprünglichen Stadtmauer, nachts neuerdings in leuchtendem Rot.
Auch auf dem Campus hat man den Winter bemerkt und gegenüber dem Hauptgebäude eine kleine Bude installiert, bei der die Studierenden hervorragenden Glühwein, Kinderpunsch und Kakao bekommen. Selbst in der letzten Thermodynamikvorlesung des Jahres hat der Glühwein Einzug gehalten und diente bei einem Experiment zur Destillation. Eine wirklich spannende Vorlesung, bei der wir lernten, bis zu welcher Temperatur man Glühwein gefahrlos erhitzen kann, ohne ihn in Kinderpunsch zu verwandeln.
Angesichts so viel weihnachtlicher Stimmung habe ich bei meinem Besuch zuhause eine Lichterkette mitgehen lassen, die in meinem kleinen WG-Zimmer eine erstaunlich festliche Wirkung erzielt. Dazu hat mein Mitbewohner unseren Plastikweihnachtsbaum aufgestellt, der wie jedes Jahr – ziemlich gefährlich nahe der Grenze zu schrecklich scheußlicher Deko – mit bunter Lichterkette behangen unseren Flur bereichert. Aachen, die WG und ich sind also stimmungstechnisch voll gewappnet, wenn es in eineinhalb Wochen wieder heißt, Weihnachten zu feiern.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Dec 15, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Dec 15, 2016

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Rückreise Teil 2

Bei meiner Rückreise aus Rumänien wurden alle Fluggäste, die sich schon halb auf dem Rollfeld befanden, wieder in den Sicherheitsbereich zurückbeordert. Ohne Informationen saßen wir ratlos etwa eine Stunde da, bis wir freundlich darauf hingewiesen wurden, dass der Flug um etwa sieben Stunden verspätet starten würde. Diese Information führte dazu, dass ich mich erstmal in den Duty-Free-Bereich verkrümelte. Da ich aus irgendeiner übermotivierten Stimmung heraus nur ein Shakespeare-Drama mitgenommen hatte, mein Handy gestohlen worden war und ich deshalb auch keine Musik oder Hörspiele mehr dabei hatte, wurden die sieben Stunden ziemlich lang. Als das Flugzeug endlich abhob und zwei Stunden später in Brüssel landete, waren die Schwierigkeiten aber natürlich noch nicht vorbei.
Mein Plan war, gemütlich mit dem City-Shuttlebus zum Hauptbahnhof zu fahren und dort in den nächsten Zug nach Aachen zu steigen, was mich nochmal etwa drei Stunden gekostet hätte. Und bis zum Hauptbahnhof schaffte ich es sogar unter ähnlich gemütlichen Umständen, wie ich mir das gedacht hatte. Vor Ort wurde es dann aber ungemütlich, denn es fuhr kein Zug mehr nach Aachen. Bis 2 Uhr nachts musste ich in dem zwar kalten, aber immerhin überwachten Bahnhof warten. Meine Suche nach einer 24-Stunden-Bar oder einem Nonstop-Imbiss war leider erfolglos. Dafür kramte ich erfolgreich ein paar Sätze Französisch heraus, um mich mit den Wachmännern zu unterhalten, die mir erklärten, der Bahnhof würde in fünf Minuten schließen und ich solle draußen bloß auf mich und mein Portemonnaie aufpassen und mich nicht zu weit vom Gebäude entfernen. Die Gegend sei gefährlich. Hervorragend, dachte ich, immerhin musste ich nicht mehr auf mein Handy achten. Bis der Bahnhof wieder aufmachte, lief ich ein paar Runden durch den Regen, wurde dabei von den Wachmännern aufgelesen und netterweise doch in den Bahnhof gelassen, sodass ich das Shakespeare-Drama noch bis zur Hälfte schaffte. Um 6 Uhr morgens machte endlich der Ticketschalter und ein Café auf, sodass ich mir die restliche Wartezeit an einer heißen Zitrone die Zunge verbrennen konnte. Ich war unendlich froh, als ich endlich im Zug saß.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Dec 2, 2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
Dec 2, 2016